Solingen: Grundstein für neues Hallenbad gelegt

Solingen: Grundstein für neues Hallenbad gelegt

In knapp einem Jahr soll das neue Hallenbad Vogelsang eröffnet werden. Jetzt wurde der Grundstein an der Focher Straße gelegt.

Oberbürgermeister Tim Kurzbach kam mit kniehohen gelben Gummistiefeln zur Baustelle. Doch nicht die Eröffnung des neuen Hallenbades Vogelsang stand auf dem Programm, vielmehr erst die Grundsteinlegung für das barrierefreie Familienbad, das an der Focher Straße entstehen wird.

Grundsteinleger (v.l.): Hartmut Hoferichter, Dagmar Becker (verdeckt), Kirsten Olsen-Buchkremer, Tim Kurzbach, Jochen Batz, Ernst Lauterjung und Paul Gerrits. Foto: Stephan Köhlen

Zur Feier des Tages hatten sich deshalb Mitglieder des Sportausschusses - an der Spitze dessen Vorsitzender Bürgermeister Ernst Lauterjung - , des Sportbundes und der Bezirksvertretung Wald eingefunden. Aber auch Gräfraths Bezirksbürgermeister Udo Vogtländer - "die Stadtbezirksgrenze zwischen Wald und Gräfrath geht mitten durchs Hallenbad" - und der Bezirksbürgermeister von Burg/Höhscheid, Axel Birkenbeul, ließen sich das Ereignis ebenso wenig entgehen, wie Kämmerer Ralf Weeke, Stadtdirektor Hartmut Hoferichter und Sportdezernentin Dagmar Becker. Und für den Oberbürgermeister war es "ein bedeutsamer Schritt", den Grundstein zu legen. "Jahre lang haben wir über ein neues Hallenbad diskutiert, 2016 wurde schließlich der Beschluss gefasst, ein neues, barrierefreies Hallenbad für das öffentliche Schwimmen zu bauen", sagte Tim Kurzbach, bevor er in die Baugrube stieg und in diesem Terrain dann auch seine Gummistiefel ihre Wirkung nicht verfehlten. Zumal der Grundstein mit Beton eingemauert wurde.

Baukräne im Stadtgebiet - einer davon steht an der Focher Straße - sind für den Verwaltungschef ein gutes Zeichen. Sind sie doch Beleg dafür, dass etwas Neues entsteht. Kurzbach hofft, dass die Bauunternehmung den Zeitplan einhält und es eine "schnelle Bauzeit" gibt.

Das versprach gestern jedenfalls Paul Gerrits, Geschäftsführer Deutschland der Firma Pellikaan. "Binnen eines Jahres sehen wir uns hier wieder - dann", so Gerrits, "nicht in Gummistiefeln, sondern in Badekleidung". Die Firma Pellikaan Bauunternehmen Deutschland GmbH hatte nach einem europaweiten Ausschreibeverfahren den Zuschlag für den Neubau des Hallenbades erhalten. Umgesetzt wird das Gestaltungskonzept des Büros Krieger Architekten Ingenieure aus Velbert. "Wir haben viel Erfahrung, denn beide Firmen zusammen haben bereits 400 Hallenbäder gebaut", sagte Gerrits. Pellikaan gut 150, Krieger Architekten baut in Solingen sein 250. Schwimmbad. "35 Pfähle sind bereits im Boden, überdies einiges an Beton. Das Hallenbad bekommt ein gutes Fundament", versprach Paul Gerrits.

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Das sieht auch Architekt Jochen Batz, Geschäftsführer bei Krieger Architekten, so. "Wir sind mit der Planung durch, jetzt fließt der Beton", sagte Batz. Um Ostern 2019 beziehungsweise im Frühjahr 2019 könnte das neue Hallenbad eröffnet werden, sofern nichts dazwischen kommt. "Wir arbeiten mit guten Subunternehmen zusammen, teilweise schon über Jahre hinweg", betonte der Pellikaan-Geschäftsführer. Von daher sollte trotz Hochkonjunktur in der Bauwirtschaft die Baustelle an der Focher Straße nicht ins Hintertreffen geraten. "Im Sommer steht die Stahlkonstruktion, vor dem Herbst ist das Dach drauf", sagt Paul Gerrits.

Er, Batz und die Solinger Dezernenten-Riege, zudem Bäder-Chefin Kirsten Olsen-Buchkremer, machten sich dann in die Baugrube auf, um den Grundstein für den Neubau zu legen. Der besteht aus zwei Teilen, deren Pultdächer sich gegeneinander neigen. Die Fassadengestaltung greift die Geschichte Solingens als Klingenstadt auf: "Hier wird Corten-Stahl eingesetzt, der unempfindlich ist gegenüber Witterungseinflüssen, zugleich aber eine charakteristische Patina zeigt", erläuterte Jochen Batz.

Entstehen wird bis zur Eröffnung ein Mehrzweckbecken (25 Meter, fünf Bahnen, der Eltern-Kind-Bereich bietet ein Planschbecken mit Kinderrutsche und einen so genannten Nass-Spraypark. Überdies wird ein Lehrschwimmbecken in der Größe von 12,5 mal acht Metern angelegt.

(RP)