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Solingen: Grundschüler lesen in zwei Sprachen vor

Solingen : Grundschüler lesen in zwei Sprachen vor

Unter Applaus setzte sich die zehnjährige Valeria ans Pult und begann zu lesen: "Alfies Mama starrte verdutzt auf eine Packung Reiswaffeln . . ." Das Buch von Holly Webb ist Valerias Lieblingsbuch. Die Grundschülerin liest gerne – und zwar in deutscher und russischer Sprache. Zum ersten Mal veranstaltete die Grundschule Scheidter Straße gestern einen "Interkulturellen Lesewettbewerb". Die Schirmherrschaft hatte Maria Esther Feith-Gonzalez, Ehefrau von OB Norbert Feith, übernommen.

"Lesewettbewerbe hatten wir schon viele, aber der zweisprachige ist etwas Besonderes", sagte Lehrerin Annette Voigt. Mit Kollegin Monika Bremann und der Regionalen Arbeitsstelle zur Förderung von Kindern aus Zuwandererfamilien hatte sie die Veranstaltung organisiert.

Jeder der 14 Teilnehmer an der Endausscheidung las erst einen deutschen und dann einen anderssprachigen Text, den sich die Kinder ausgesucht hatten. Darunter waren arabische, italienische, türkische, englische und russische Bücher. Eine mehrsprachige Jury bewertete die Grundschüler aus der vierten Klasse. Dabei wurden Fehler, Aussprache und Betonung beurteilt.

Ein bisschen aufgeregt sei sie vor dem Lesen schon gewesen, gestand Valeria. Die gebürtige Russin hatte in ihrer Muttersprache ein Buch ausgewählt, das in der deutschen Übersetzung "Kleine Geschichten" heißt. Beide Sprachen beherrschte sie beim Lesen hervorragend. Nach jeweils zweieinhalb Minuten Text beendete ein Gong die Lesezeit. Zohal (9) las auf Deutsch das Buch "Carlotta – Internat auf Probe" von Dagmar Hoßfeld. "Ich mag dieses Buch sehr gern, weil es viele lustige Seiten hat", erzählte sie. Zudem ging sie mit einer englischsprachigen Geschichte ins Rennen.

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Sie wurde mit dem zweiten Platz belohnt. Siegerin des Wettbewerbs wurde die 10-jährige Jennifer. Das Mädchen mit ukrainischen Wurzeln hatte neben dem deutschen Text eine russische Erzählung vorgelesen. Sie freut sich über drei Bücher, die sie sich nun aussuchen kann. Auch die Zweit- und Drittplatzierte dürfen sich am Büchertisch bedienen.

(RP)