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Grünes Licht für Wupperkanu

Wupperkanu : Kanuten erleben Neustart unter Auflagen

Die Stadt Leichlingen hat dem Unternehmen „Wupperkanu“ grünes Licht für die ersten Fahrten gegeben. Das Ordnungsamt erlaubt den Weiterbetrieb unter der Bedingung, dass Hygieneregeln und Abstände eingehalten werden.

Wer einmal im Kanu die Wupper erkundet hat, schwärmt meist lange danach noch von diesem Erlebnis: Die besondere Perspektive auf die Natur während man majestätisch über den „Bergischen Amazonas“ gleitet mussten die Wassersportler zuletzt jedoch entbehren. „Wir haben eine Durststrecke hinter uns“, stellt Barbara Nephuth, Geschäftsführerin des Unternehmens „Wupperkanu“, klar. Dass der Fahr-Betrieb nun weitergeht, nimmt man dort mit entsprechend großer Erleichterung auf. Schließlich sind die ersten Wochen der klassischerweise von April bis Oktober laufenden Saison eigentlich schon wieder vorbei – und Einnahmen durch Ausflüge von Schulklassen, Lehrerkollegien und Betrieben ohnehin komplett weggebrochen.

Grundlage für den Neustart ist eine E-Mail, die Nephuth und Mit-Geschäftsführer Alexander Comes vor rund einer Woche von der Stadt Leichlingen bekamen. Deren Ordnungsamt erlaubt darin ausdrücklich den Weiterbetrieb – unter der Bedingung, dass Hygieneregeln und Abstände eingehalten und Kanus nur an höchstens zwei Personen oder ansonsten Familien mit ihren Kindern verliehen werden. Zuvor hatte sich „Wupperkanu“ mit der Anfrage und dem Konzept an den Rheinisch-Bergischen Kreis gewandt – ebenso wie an das Solinger Ordnungsamt. Letzteres habe das Anliegen an die Bezirksregierung weitergeleitet, berichtet Barbara Nephuth.

Zeit zum Warten habe das Unternehmen, für das drei Festangestellte und zahlreiche Freiberufler tätig sind, aber keine mehr. Und so nimmt das Leichlinger Unternehmen mit der Freigabe aus der Blütenstadt wieder Anmeldungen für Kanufahrten entgegen. Für die gelten die allgemein bekannten Vorsichtsmaßnahmen: Nach jeder Tour werde das Material desinfiziert, erklärt Nephuth, die Einweisung laufe mit dem erforderlichen Abstand ab, und die Schwimmwesten holen sich die Teilnehmer selbst ab. „ Währen der Fahrten auf dem Fluss selbst wird es gar nicht erst so eng“, sagt die Geschäftsführerin der Firma. Ein Mitarbeiter fahre der Gruppe üblicherweise voraus, einer hinterher. Beide seien per Funk miteinander im Kontakt.

Den Shuttle-Dienst, der die Kanuten nach der Rückkehr auf festen Untergrund wieder zu ihren Auto bringt, könne man im Moment nicht anbieten, weil dabei mehrere Teilnehmer im selben Fahrzeug sitzen würden. Schlauchboot-Fahrten, bei denen der Abstand nicht einzuhalten ist, finden weiterhin nicht statt. Umso mehr hofft man bei „Wupperkanu“ auf eine rege Nachfrage nach den bestehenden Angeboten. Denn dem Reiz der Fahrten durch die Wälder und Auen der Region tun schließlich auch behördliche Auflagen keinen Abbruch.