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Solingen: Grünes Licht für Freizeitanlage

Solingen : Grünes Licht für Freizeitanlage

Einstimmig beschließen die Bezirksvertreter das neu erarbeitete, abgespeckte Konzept für die Freizeitanlage Aufderhöhe. Bezirksbürgermeister Marc Westkämper erwartet nun eine zügige Umsetzung der Pläne: Der Förderverein stehe in den Startlöchern.

Vor zwei Jahrzehnten ist das Freibad Höher Heide im Josefstal stillgelegt worden; jetzt hat das neue, nach Anwohnerprotesten abgespeckte Nutzungskonzept in der Bezirksvertretung (BV) Ohligs/Aufderhöhe/Merscheid nach der öffentlichen Auslegung die letzte Hürde genommen — und zwar einstimmig. Die politische Zustimmung zur Freizeitanlage Aufderhöhe im Planungsausschuss sowie im Stadtrat, die am 6. beziehungsweise 13. Oktober darüber entscheiden, gilt als sicher.

"Dann kann losgelegt werden." Das Projekt wäre damit beschlossen, begrüßt Bezirksbürgermeister Marc Westkämper (CDU) gegenüber unserer Zeitung den Schluss-Spurt nach jahrelangen Diskussionen.

Nach seinen Informationen steht der "Förderverein Freizeitpark Aufderhöhe", der das neue Konzept mit einer Reduzierung der Aktivitäten erarbeitet hat, in den Startlöchern. Westkämper: "Wir sind froh, dass uns eine zusätzliche Freizeitmöglichkeit zur Verfügung steht — insbesondere im kinderreichen Stadtteil Aufderhöhe."

Ein öffentlich zugänglicher Spielplatz ohne Eintritt, aber unter Aufsicht und mit Schließzeiten, eine unbebaute Wiese mit Biotopqualität und ein Platz für "Die Kleinen Baumhirten" des Waldkindergartens — das sind die Eckpunkte der neuen Überlegungen. Ein erstes Nutzungskonzept hatten vor acht Jahren Anwohner der Straße Höher Heide auf die Barrikaden gebracht, weil sie eine erhebliche Lärmbelästigung befürchteten.

Dies bleibt freilich ein Thema, wie in der jüngsten BV-Sitzung im ehemaligen Ohligser Rathaus deutlich geworden ist. Norbert Rilk (FDP) fordert Messungen der Lärmwerte. Die Prognose reicht ihm nicht aus. Wolfgang Schmitz (BfS) entgegnet: Der Lärm, der in Zukunft entstehen könnte, sei doch heute noch gar nicht messbar.

Stadtplaner Karl-Heinz Schmidt glättet schließlich die Wogen und erklärt, eine Genehmigung des Projektes beinhalte die Auflage, die Lärmrichtlinien einzuhalten, die für den Betrieb der Freizeitanlage gelten.

Gleichwohl betont Juliane Hilbricht, alle jene, die sich über die Geräuschkulisse im ehemaligen Freibad Aufderhöhe beschweren, sollten sich selbst einmal fragen, welcher Lärm von ihren eigenen Terrassen bei einer Party ausgehe. Und sie sollten sich fragen, so die Bezirksvertreterin der Grünen, wo die eigenen Kinder ihren 18. Geburtstag feiern könnten.

BfS-Mann Schmitz appelliert an das Entgegenkommen in der Nachbarschaft. Man müsse auch einmal akzeptieren, dass es etwas heftiger und lustiger zugehe.

Im Eigentum der Stadt

Anstelle der beiden ehemaligen Schwimmbecken sollen im Josefstal Beachvolleyballfelder und Spielflächen entstehen, ebenso eine Schach-, Tischtennis- und Bouleanlage. Die Jugendräume sowie die kleinere Gastronomie sollen fortgeführt werden, ebenso wie die Zeltstadt im Sommer.

Als Parkplatz dient weiterhin die Schotter-Rasenfläche an der Zufahrtsstraße. Die Stadt Solingen bleibt grundsätzlich Eigentümerin des Geländes und verpachtet die Flächen an den Förderverein sowie den Waldkindergarten.

(RP)