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Grüne fürchten Kahlschlag beim Klinikum Solingen

Klinikum Solingen : Klinikum-Debatte: Grüne fordern mehr Sachlichkeit

Die Solinger Grünen fordern für die Diskussion um die Zukunft des Städtischen Klinikums mehr Sachlichkeit. Es sei ein Irrglauben, anzunehmen, Streichungen drohten nur im nicht medizinischen Bereich.

Geht es nach den Solinger Grünen, soll in die Diskussion über die Zukunft des Städtischen Klinikums wieder mehr Zurückhaltung einkehren. „Wir haben erst vor wenigen Wochen ein Gutachten in Auftrag gegeben, das zu Beginn des Jahres 2019 konkrete Zahlen vorlegen wird“, sagte die stellvertretende Aufsichtsratsvorsitzende des Krankenkenhauses, Gisela Weih, am Donnerstag, die weiter forderte, bis dahin dürften „keine Pflöcke eingeschlagen werden“.

Vor diesem Hintergrund sei eine Debatte um Ausgliederungen von nicht-medizinischen Teilen wie etwa der Wäscherei schädlich, betonte die Grünen-Politikerin. Unterstützung erhielt Weih von Grünen-Fraktionssprecherin Martina Zsack-Möllmann. Die Ratsfrau warnte zudem, es sei „ein Irrglaube, alle anderen Bereiche des Klinikums könnten bei den Überlegungen außen vor bleiben“.

Statt sich „ohne harte Zahlen auf den tertiären Sektor zu stürzen und 200 Arbeitsplätze zur Disposition zu stellen“, sei es sinnvoller, auch auf die vielfältigen Vorschläge aus der Klinikum-Belegschaft einzugehen, selbst „wenn massive Beharrungskräfte die Umsetzung in Einzelbereichen möglicherweise deutlich schwerer machen“. So gelte es zum Beispiel, interne Abläufe im Klinikum zu verbessern. Immerhin, so Martina Zsack-Möllmann, gehe es im Städtischen Klinikum Solingen nicht zuletzt um viele Arbeitsplätze – auch und gerade um solche von Frauen.