Großes Engagement bringt Ohligs voran

Einzelhandel : Mediterranes Flair und Licht für Ohligs

Viele Maßnahmen konnten im größten Solinger Stadtbezirk schon umgesetzt werden. Neue Ideen sollen weitere Besucher, zum Beispiel auch aus den Nachbarstädten Hilden und Langenfeld, wieder vermehrt nach Ohligs locken.

Der größte Solinger Stadtbezirk steckt im Wandel. Das wird nicht nur am Bau des Galileums und den Veränderungen auf dem Olbo-Gelände am Marktplatz deutlich. Auch in der Ohligser Fußgängerzone ist eine positive Entwicklung erkennbar. Im Mai 2014 wurden mit dem Integrierten Stadtteilentwicklungskonzept konkrete Perspektiven für den Stadtteil formuliert. Seitdem ist ein halbes Jahrzehnt vergangen. Aus der Planung des Galileums ist Realität geworden, die Eröffnung am 5. Juli steht kurz bevor. Und auch die Idee der Gründung einer Immobilien- und Standortgemeinschaft (ISG) konnte mittlerweile umgesetzt werden.

Die Geschäftsführerin der ISG, Gloria Göllmann, blickt auf ein erfolgreiches Jahr 2018 zurück. Mit dem Frühjahrsputz, der Verschönerung von Schaufenstern leerstehender Ladenlokale und dem Bürgerfrühstück konnte die ISG einige Projekte umsetzen. Ebenso kann mit dem Freifunk ein freies Wlan-Netz in vielen Bereichen der Ohligser Fußgängerzone angeboten werden. Gloria Göllmann sieht aber weiterhin Handlungsbedarf. Als übergeordnetes Ziel solle Ohligs zu einem attraktiven Ort werden, der zum Verweilen einlade und auch Langenfelder und Hildener wieder in die Klingenstadt ziehe.

In diesem Zusammenhang sollen in diesem Jahr einige punktuelle Gestaltungsmaßnahmen, in Form von Begrünung und Lichtinstallationen, umgesetzt werden. Geplant seien außerdem eine Veränderung des Ohligser Marktplatzes, der seinerseits ein mediterranes Flair erhalten soll.

Handlungsbedarf gibt es hinsichtlich des Leerstands an der Düsseldorfer Straße. Zurzeit stehen vier Ladenlokale leer, zwei Gastronomiebetriebe und zwei Einzelhandelsflächen. Eine Veränderung in den Räumen der ehemaligen Wulf-Bäckerei ist nach Angaben der ISG um die Zeit der Sommerferien zu erwarten. Ein lokaler Händler nutze den Umzug in das Geschäft für eine Vergrößerung, hinterlasse jedoch in seinen bisherigen Räumen einen neuen Leerstand.

Brigitte Kiekenap von der Ohligser Werbe- und Interessengemeinschaft (OWG) hält die Leerstandssituation an der Düsseldorfer Straße für wenig dramatisch. Leere Ladenlokale seien die Folge eines Umbruchs, der generell förderlich für Ohligs sei und zu positiven Veränderungen führe. Die OWG plant auch 2019 vielfältige Angebote für die Ohligser. Neben dem Frühlingserwachen am 10. März mit verkaufsoffenem Sonntag ist eine Wiederholung des Verwöhnwochendes und dem Weihnachtsdürpel geplant. Der Ohligs-Gutschein, einzulösen bei etwa 35 Ohligser Einzelhändlern, soll bald auch in digitaler Form erhältlich sein.

Martin Vöcks vom Stadtteilbüro Ohligs ist vom Engagement in Ohligs beeindruckt. Die Zusammenarbeit der unterschiedlichen Aktiven und Institutionen liefere viele Impulse. Der Dialog aller Beteiligten ermöglicht verschiedene Maßnahmen, der Ohligs sowohl für Einzelhändler, als auch für Bürger attraktiv macht.

Um Ohligs attraktiver zu gestalten und möglichst viele Besucher anzuziehen, findet eine enge Zusammenarbeit zwischen ISG, OWG, dem Stadtteilbüro Ohligs und der Stadt statt. Auf einem gemeinsamen Treffen am 11. März sollen Meinungen ausgetauscht und gemeinsame Maßnahmen geplant werden, um die Attraktivität des Stadtteils weiter zu steigern.

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