Solingen: Große Schäden durch Vandalismus

Solingen: Große Schäden durch Vandalismus

Die Serie der Einbrüche und Beschädigungen an Schulen reißt nicht ab. Nach dem Gymnasium Schwertstraße und der Geschwister-Scholl-Gesamtschule wurde nun unter anderem an der Albert-Schweitzer-Realschule eingebrochen.

Heute wird wieder regulärer Unterricht im Gymnasium Schwertstraße stattfinden, die Schulanmeldungen heute und morgen sind nicht beeinträchtigt. Wegen der massiven Schäden, die unbekannte Täter in der vergangenen Woche in der Nacht zu Donnerstag anrichteten, war der Schulbetrieb erheblich durcheinandergeraten. "Die Eltern haben Verständnis gezeigt", sagte gestern Schulleiter Ulrich Nachtkamp.

Das Gymnasium Schwertstraße ist kein Einzelfall. Weitere Solinger Schulen wurden in den vergangenen Tagen ebenfalls von Einbrechern heimgesucht. So auch die Albert-Schweitzer-Realschule an der Kornstraße in Wald in der Nacht zu Rosenmontag. Das berichtete die Polizei gestern. Wie im Gymnasium Schwertstraße sind erhebliche Sachschäden zu verzeichnen. "Türen wurden aufgebrochen, ein Wandschrank ebenfalls. Auch ein Safe wurde aus der Wand herausgebrochen und eine geringe Geldsumme gestohlen", sagte Schulleiter Hans-Martin Rahe im Gespräch mit unserer Redaktion.

Insbesondere auf die Diensträume der Lehrer hatten es die Eindringlinge abgesehen. "Die Täter waren offensichtlich auf Geld aus", erklärte Rahe. Einen Laptop beispielsweise ließen die Einbrecher unbeachtet zurück, auch im Informatik-Raum wurde nichts gestohlen, wohl aber einige PC's mit Scheren oder Schraubenziehern malträtiert. Der Schulleiter informierte die Schüler gestern Morgen über die Ereignisse, die sich vermutlich zwischen Sonntagabend, 19 Uhr, und Rosenmontag, 8 Uhr, ereigneten. "Es findet aber ganz normal Unterricht statt", sagte Hans-Martin Rahe.

Für ihn sind der Einbruch und die damit verbundenen Sachschäden höchst ärgerlich. "Man muss sich damit beschäftigen. Diese Zeit hätte man sinnvoller mit schulorganisatorischen Dingen oder Unterrichtsvorbereitungen nutzen können", sagte er.

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Aber auch am Schulzentrum Vogelsang waren vom 11. auf den 12. Februar vermutlich mehrere Täter eingedrungen. Türen wurden gewaltsam geöffnet, Schränke durchsucht, ein Tresor aufgestemmt. Die Täter flüchteten mit einer geringen Menge Bargeld. Zu weiteren Einbruchsversuchen kam es zwischen dem 10. und 12. Februar an der Theodor-Heuss-Realschule an der Felder Straße und der Alexander-Coppel-Gesamtschule an der Wupperstraße.

In der Gesamtschule Ohligs hinterließen Täter ein Bild der Verwüstung (wir berichteten). Hier waren Unbekannte in der Nacht zu Freitag ins Gebäude an der Querstraße eingedrungen.

2017 hatte es schon einmal eine Einbruchserie an Schulen gegeben. Die Täter wurden geschnappt. "Wir haben jetzt seit Dezember rund 20 Einbrüche insbesondere an Schulen aufgenommen", sagte ein Polizeisprecher und ergänzte aus ermittlungstaktischen Gründen zurückhaltend: "Wir haben das im Blick, wir reagieren darauf." Die Täter hätten es bei den Einbrüchen überwiegend darauf abgesehen, Mobiliar zu zerstören: "Die Schäden durch Vandalismus sind sehr hoch."

Schuldezernentin Dagmar Becker hofft auf einen schnellen Erfolg der Polizei angesichts der Verwüstungen an Schulen. "Das erscheint sinnlos", sagte Becker und betonte: "Es wird verstärkt Streife gefahren, Einbruchsmeldeanlagen wurden an Schulen eingebaut." Ordnungsamt und Polizei würden eng zusammenarbeiten.

(RP)
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