Solingen: Grillabend endet im Krankenhaus

Solingen : Grillabend endet im Krankenhaus

Acht Menschen wurden am späten Samstagabend mit Verdacht auf Kohlenmonoxid-Vergiftung in Krankenhäuser gebracht. Darunter befinden sich nach Angaben der Feuerwehr ein Säugling und zwei Kinder.

Sie hatten den Rettungsdienst der Feuerwehr am Samstagabend um 22 Uhr informiert, weil Eltern beobachtet hatten, dass ihr Säugling schwer atmete. Bei Eintreffen der ersten Einsatzkräfte in der Heresbachstraße in Wald lösten die mitgeführten Kohlenmonoxid-Warngeräte nach Angaben eines Feuerwehrsprechers bereits vor dem Betreten des Gebäudes aus. Umgehend wurden weitere Einsatzkräfte von Feuerwehr und Rettungsdienst entsandt. 30 Retter waren vor Ort.

Unter Atemschutz kontrollierte die Feuerwehr die Garage und befreite sie mit Hilfe eines Überdruckbelüftungsgeräts von dem giftigen Kohlenmonoxid. Der Einsatz dauerte rund zwei Stunden. Während dieser Zeit besetzte die Löscheinheit 7 (Wald) der Freiwilligen Feuerwehr die Rettungswache im Stadtteil. Sie rückte während der Wachbesetzung zu einem Verkehrsunfall zwischen zwei Pkw mit einer Verletzten Person auf der Weyerstraße aus.

Kohlenmonoxid (CO) ist ein farbloses Gas, das durch unvollständige Verbrennung von kohlenstoffhaltigem Material entsteht, wenn Sauerstoff fehlt. Da Kohlenmonoxid weder schmeckt noch riecht noch die Atemwege reizt, nimmt man das Gas unbemerkt über die Lungen auf.

Dort gelangt es ins Blut und bindet sich statt an Sauerstoff an den roten Blutfarbstoff, das Hämoglobin. Als Konsequenz werden Organe und Gewebe nicht ausreichend mit Sauerstoff versorgt.

(red)
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