Solingen: Greifvögel hautnah in der Waldschule erleben

Solingen : Greifvögel hautnah in der Waldschule erleben

Mit großen, leuchtend orangen Augen mustert der Uhu seine Umgebung. Da die Kinder alle um ihn herumstehen, dreht er immer wieder den Kopf, sogar bis auf den Rücken. Stolz und erhaben wirkt der große Greifvogel, die kleinen Betrachter halten respektvoll Abstand. Kein Wunder – gerade, wenn er von hinten angefasst wird, reagiert der Uhu übellaunig. Da kann es sogar vorkommen, dass er nach dem Falkner Karl-Friedrich Dörscheln schnappt.

Mit großen, leuchtend orangen Augen mustert der Uhu seine Umgebung. Da die Kinder alle um ihn herumstehen, dreht er immer wieder den Kopf, sogar bis auf den Rücken. Stolz und erhaben wirkt der große Greifvogel, die kleinen Betrachter halten respektvoll Abstand. Kein Wunder — gerade, wenn er von hinten angefasst wird, reagiert der Uhu übellaunig. Da kann es sogar vorkommen, dass er nach dem Falkner Karl-Friedrich Dörscheln schnappt.

Das jedoch nur halbherzig. Denn Momo, wie die Uhu-Dame heißt, kann auch ganz anders. Auf dem Arm von Falkner Dörscheln ist sie sogar zum Schmusen aufgelegt. Die 24 Kinder, die der Einladung der Solinger Frauen Union in die Waldschule gefolgt sind, staunen. "Die Frauen Union macht ihre Ferienspaßaktion traditionell gemeinsam mit der Waldschule", erklärt Bürgermeisterin Rita Pickardt, die ebenfalls von den Vögeln fasziniert ist.

Neben der Uhu-Dame Momo, haben Falkner Karl-Friedrich Dörscheln und Angelika Holverscheid noch einen Wüstenbussard mitgebracht. Pauli reckt immer wieder seine Flügel, schüttelt sich und äugt in den Himmel. Man sieht ihm an, dass er jetzt am liebsten durchstarten würde und einen kleinen Rundflug zu wagen. "Der Wüstenbussard kommt ursprünglich aus Asien, Mexiko und Amerika", erklärt Angelika Holverscheid. Seit über 40 Jahren wird er jedoch auch in Europa gezüchtet. Vor allem zur Jagd. "Es sind die treuesten Greifvögel, die es gibt", weiß Holverscheid. Selbst wenn er beim Freiflug nicht auf den Arm zurückkehren würde, können sich die Falkner auf ihn verlassen. "Spätestens heute Abend würde er auf seiner Voliere stehen."

Karl-Friedrich Dörscheln kam bereits vor 45 Jahren auf den Greifvogel. "Jagen zu Pferd mit einem Habicht", erzählt er, "so habe ich angefangen". Damals habe es noch unzählige Kaninchen gegeben. Inzwischen hat sich das geändert. Auch Kim (14) und Jan (11) beobachten die Tiere neugierig. Welcher der beiden Vögel gefällt ihnen denn besser? "Der Bussard", antworten beide, und Kim fügt hinzu: "Den Uhu mag ich nicht so, der plustert sich so auf." Aufregend wird es, wenn die Kinder einen festen Lederhandschuh anziehen und dann den Bussard Pauli auf dem Arm halten dürfen. So ist es sogar möglich, dem Raubvogel die Brust zu streicheln.

(RP)
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