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Solingen: Goldbären haben nun mehr Platz

Solingen : Goldbären haben nun mehr Platz

Ganze Heerscharen von Mitarbeitern mit ihren Familien und zahlreiche geladene Gäste pilgerten am Samstagvormittag zum Haribo-Gelände an der Wuppertaler Straße, um die Eröffnung des neuen, vollautomatischen Hochregallagers zu feiern.

Festzelt, Showtruck und Kinderkarussel verbreiteten Jahrmarktstimmung. Über allem prangte ein monumentaler Goldbär. Gediegen war dagegen die Atmosphäre im neuen Gebäudetrakt. Neben Konzernchef Hans Riegel Junior und dem Solinger Betriebsleiter Arndt Rüsges waren auch Oberbürgermeister Norbert Feith und Stadtdirektor Hartmut Hoferichter unter den Gästen.

Hans Riegel Junior würdigte in seiner Rede die Entwicklung des Standortes in Solingen mit seinen 800 Mitarbeitern. So habe er bei der Übernahme des Werkes in den 1970er Jahren nicht damit gerechnet, dass es derart wachsen würde, sagte der 88-jährige Sohn des Firmengründers. 20 Millionen Euro kostete der Anbau. Eine Investition, die man sowohl in der lokalen Chefetage als auch im Betriebsrat für dringend geboten hielt.

Investition sichert Arbeitsplätze

"Wir als Belegschaft sind dankbar für diese Maßnahme. Diese Investition sichert die Arbeitsplätze für die nächsten 15 bis 20 Jahre. Das gibt uns ein gutes Gefühl", sagte Dirk Trösser, stellvertretender Betriebsratsvorsitzender. Das Hochregallager ist etwa 180 Meter lang, 31 Meter breit und 20 Meter hoch.

Hier ist nun Platz für mehr als 11 000 Paletten. Neben fertig verpackter Ware werden in der Halle auch Rohstoffe wie Säfte oder Gelatine und auch Verpackungsmaterial lagern. Dadurch werden andere Gebäudebereiche entlastet, die eigentlich als Produktionsflächen vorgesehen waren und zwischenzeitlich zu Lagerräumen umfunktioniert werden mussten.

Dass der Bonner Konzern inzwischen untrennbar mit der Klingenstadt und dem Bergischen Land verbunden ist, verdeutlichte eine Idee Norbert Feiths: "Man müsste die Müngstener Brücke in Fruchtgummi gießen", schlug der Oberbürgermeister in seiner Ansprache vor und erntete einige Schmunzler.

Gänzlich ohne Zwischentöne lief die Fertigstellung der Halle nicht ab. Anwohner reichten gegen die Genehmigung vor dem Verwaltungsgericht Klage wegen Lärmbelästigung ein, scheiterten aber. Verantwortliche des Konzerns traten wiederholt der Befürchtung eines erhöhten Lärmpegels entgegen, indem sie betonten, es handle sich nicht um eine Maschinen-, sondern nur eine Lagerhalle.

(RP)