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Geschwister-Scholl-Gesamtschule Solingen: Teilöffnung nach Corona-Fall

Pandemie in Solingen : Teilöffnung der „Scholle“ nach Corona-Alarm

Mit einem Mix aus Präsenz- und Heimunterricht soll der Betrieb an der Gesamtschule langsam hochgefahren werden. Nachdem ein Lehrer zuletzt positiv auf Corona getestet, haben nun die Untersuchungen der Kollegen begonnen.

Wenige Tage, nachdem in der vergangenen Woche ein Lehrer positiv auf das Coronavirus getestet worden ist, unternimmt die Geschwister-Scholl-Gesamtschule in Ohligs und Aufderhöhe nun erste, zunächst einmal noch vorsichtige Schritte zurück in Richtung Normalität. Denn wie die Stadtverwaltung Solingen am Dienstag bekannt gegeben hat, soll der Schulunterricht an den beiden „Scholle“-Standorten Querstraße und Uhlandstraße ab dem heutigen Mittwoch wenigstens in Teilen wieder aufgenommen werden.

Dabei kann von einer Rückkehr zum gewohnten Tagesgeschäft allerdings keine Rede sein. Denn zum einen befinden sich nach wie vor 50 Lehrkräfte beziehungsweise 90 Schülerinnen sowie Schüler in Quarantäne. Und zum anderen müssen sich auch diejenigen Kinder und Jugendlichen, bei denen der Unterricht jetzt wieder losgehen soll, bis auf Weiteres auf etliche Einschränkungen in ihrem Schulalltag einstellen.

So wird die komplette Jahrgangsstufe 9 wie schon während der zurückliegenden Tagen, einstweilen zu Hause bleiben, da sich mehr als die Hälfte der Schüler nach dem positiven Corona-Test bei besagtem Lehrer ohnehin in Quarantäne befindet – und das Kurssystem einen Präsenzunterricht für die übrigen Jugendlichen laut Schulverwaltung demzufolge nur unnötig erschweren würde.

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Anders sieht es hingegen bei den weiteren Jahrgangsstufen aus. Diese sollen zumindest phasenweise in ihre Schule zurückkehren. Beispielsweise ist vorgesehen, dass Klassen 5 bis 8 sowie die 10 ab sofort immer von 8.15 bis 10.35 in der Schule anwesend sein werden. Dabei sollen die jeweiligen Klassenlehrer beziehungsweise Vertretungskräfte den Unterricht übernehmen. Das Material für die Stunden wird zuvor von den in Quarantäne befindlichen Lehrern zur Verfügung gestellt und soll auch beim nach wie vor notwendigen Homeschooling als Grundlage für den Unterricht der Schüler dienen.

In der gymnasialen Oberstufe, also den Jahrgangsstufen 11 bis 13, ist wiederum ein Sonder-Stundenplan erstellt worden, der den Zweck verfolgt, das Unterrichtsgeschehen – so weit es geht – zu verdichten. Dadurch will die Stadt die Anzahl von „Springstunden“ tunlichst gering halten, was den Vorteil mit sich bringt, dass sich die Schülerinnen und Schüler möglichst selten über den Weg laufen. Parallel ist geplant, die Oberstufe zu einem Teil ebenfalls in Form von Homeschooling zu unterrichten, derweil ein Klassenverband der Jahrgangsstufe 11 aufgrund der bestehenden Quarantäne ohnehin vollständig online lernen wird.

Die Leiterin der Geschwister-Scholl-Gesamtschule, Elke Mosebach-Garbade, zeigte sich angesichts nun beschlossenen teilweisen Rückkehr zur Normalität am Dienstag erleichtert. Tatsächlich dürfte es aber noch eine Weile dauern, ehe der Unterricht an der Schule wieder in gewohnter Form über die Bühne gehen kann.

So rechnet die Schulleiterin erst für die nächste Woche mit der Rückkehr der ersten Lehrer, die sich derzeit in Quarantäne befinden. Deren Testungen im Lungenfachkrankenhaus Bethanien sowie bei niedergelassenen Hausärzten haben am Dienstag begonnen.

Momentan sorgen 70 Lehrkräfte, Referendare, Sonder- und Sozialpädagogen dafür, dass der Schulbetrieb in der „Scholle“ aufrecht erhalten bleibt. Die partielle Wiederöffnung der Schule wurde unter anderem möglich durch eine zusätzliche Unterstützung der Referendare, Sonder- und Sozialpädagogen.