Amnesty: Gemeinsam für die Menschenrechte

Amnesty: Gemeinsam für die Menschenrechte

Die Solinger Gruppe von "Amnesty International" beging ihr 40-jähriges Bestehen mit einer eindrucksvollen Feier im Kunstmuseum, die musikalisch von drei Solisten des Solinger Streichquartetts umrahmt wurde.

Unter den Gästen war auch das Gründungsmitglied Margret Hoffmann, die 73-Jährige lebt heute in Ratingen. Wenige Monate nach der Gründung 1972 schloss sich Bernhard Erkelenz der Solinger Gruppe an. Der Gymnasiallehrer ist seit kurzem im Ruhestand und erinnert sich noch genau an seine Motive, die ihn als 25-Jährigen zur Mitarbeit bei Amnesty bewegten. "Damals waren unruhige Zeiten, die Studenten gingen auf die Straße, das Attentat bei den Olympischen Spielen in München war frisch in Erinnerung, in Chile putschte das Militär und viele Menschen saßen in aller Welt zu Unrecht hinter Gittern". Aus dem Einsatz für unrechtmäßig Inhaftierte wurde bald eine Organisation zur Durchsetzung der allgemeinen Menschenrechte.

"Wir freuen uns sehr, dass wir auch junge Menschen für unsere Ziele begeistern können", sagte Helmut Eckermann, Sprecher der Solinger Gruppe mit Blick auf Carlotta Frank. Die 19-jährige Solingerin ist eines der jüngeren Mitglieder. Sie interessiert sich sehr für Politik. "Ich habe mich einmal bei einem Treffen über die Arbeit der Amnesty-Gruppe informiert, das hat mich überzeugt", sagt sie. "Auch der kleinste Erfolg für die Menschenrechte ist ein Schritt in die richtige Richtung". Die Solinger Gruppe hat in ihrer 40-jährigen Arbeit viele Erfolge erzielt, stark beachtet wurde der kürzlich eröffnete Pfad der Menschenrechte an der Korkenziehertrasse.

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Zum ihrem Jubiläum hat die Solinger Gruppe von "Amnesty International" einen Literaturwettbewerb zum Thema "Menschenrechte" ins Leben gerufen. Aus mehr als 170 Einsendungen aus dem In- und Ausland ermittelte eine Jury mehrere Preisträger. Sabine Frambach (Mönchengladbach) wurde mit dem 1. Preis ausgezeichnet, den Sonderpreis für Nachwuchsautoren erhielt die 14-jährige Solinger Schülerin Clara Peters.

(wgü)
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