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Solingen: Gefahr der Salafisten ist noch nicht vorbei

Solingen : Gefahr der Salafisten ist noch nicht vorbei

Das Netzwerk gegen Radikale will die Stadt – nicht zuletzt nach den Ausschreitungen und Auftritten von Salafisten sowie der rechten Partei Pro NRW am 1. Mai – immer enger knüpfen. Claudia Dantsche, Islamismus-Expertin aus Berlin, bescheinigte Solingen, mit diesem Ansatz den richtigen Weg zu beschreiten.

Das Netzwerk gegen Radikale will die Stadt — nicht zuletzt nach den Ausschreitungen und Auftritten von Salafisten sowie der rechten Partei Pro NRW am 1. Mai — immer enger knüpfen. Claudia Dantsche, Islamismus-Expertin aus Berlin, bescheinigte Solingen, mit diesem Ansatz den richtigen Weg zu beschreiten.

Gleichwohl wurde während der gestrigen Fortbildung zur Bekämpfung von Salafismus im Theater und Konzerthaus auch deutlich, dass die Gefahr vor Extremisten längst nicht vorbei ist. Der Salafisten-Stützpunkt sei zwar klein, bleibe aber gefährlich. Dennoch, so Dantsche, sei die Rechnung der Radikalen, durch Ausschreitungen zu provozieren, nicht aufgegangen.

Pädagogen, Erzieher, Polizisten, Kirchenvertreter, aber auch Mitglieder von Moscheen und Migrantenvereinen, waren der Einladung gefolgt. Jugendliche erwarteten Antworten, sagten beispielsweise Heike Meis, Gernot Augustin, Monika Jung und Birgit Karrenbauer-Mayerhofer, Lehrer an der Hauptschule Central, unserer Zeitung. Doch Patentrezepte gegen Salafisten gebe es nicht, wie Ahmoud Mansour als zweiter Referent betonte. Jugendliche, die auf der Suche nach Halt sind, können in die Fänge der Hassprediger geraten. Für den Solinger Konvertit Robert B. dürfte es nach Einschätzung von Islamismus-Expertin Dantsche besonders schwer werden, sich daraus zu befreien. Es sei zu einer Symbolfigur geworden und werde für die Propaganda eingespannt.

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Am 5. Juni wollen sich Parteien und Bündnisse nach einem ersten Treffen diese Woche wieder zusammensetzen, um Strategien gegen Extremisten zu entwickeln. Nach Einschätzung von Teilnehmern des ersten Treffens in dieser Woche ist bis dahin aber noch einiges zu tun. Man sei nur schleppend voran gekommen, hieß es.

(RP)