1. NRW
  2. Städte
  3. Solingen

Galileum Solingen: Architektenwechsel und Start des Innenausbaus

Bauprojekt : Der Innenausbau des Galileums startet

Die Arbeiten auf der Baustelle des Galileums sind nach einem Architektenwechsel wieder eingetaktet. Die Arbeiten gehen planmäßig voran.

Es sei schon eine besondere Herausforderung für einen Architekten, in ein laufendes Projekt einzusteigen, das von einem Kollegen begonnen wurde. „Besonders, wenn es sich um ein nicht alltägliches Gebäude wie das Galileum handelt“, sagt Ulrich Schlüter. Der Kölner Architekt hat im August die Bauleitung des Planetariums in Ohligs übernommen. Ende Juli hatte sich die Walter-Horn-Gesellschaft als Bauherr „einvernehmlich“ vom bisherigen Architekturbüro getrennt.

Auch dank der „guten Zusammenarbeit mit dem Bauherrn“, betont Schlüter, sei der Übergang relativ problemlos über die Bühne gegangen. Erste Aufgabe – neben der Einarbeitung – sei es für ihn gewesen, „die Baustelle wieder ans Laufen zu bekommen“. Dort waren die Arbeiten fast zum Stillstand gekommen, so dass die Handwerker „erst wieder eingetaktet“ werden mussten.

Diese Phase sei mittlerweile abgeschlossen. Die Arbeiten würden wieder planmäßig voranschreiten. „Am Wochenende wird der Estrich verlegt“, schildert Schlüter den aktuellen Sachstand. Danach könne Ende November mit dem Innenausbau begonnen werden, so dass zum Jahresende der Turm „so weit fertig“ sein dürfte. Anschließend werde ab Januar der Innenausbau der Galileum-Kugel in Angriff genommen.

Mit einer dreimonatigen Bauzeit rechnet der Architekt für den Innenausbau der Kugel. „Dann kommt die Technik rein“, sagt er. Da jetzt „alles wieder auf der Schiene“ sei, geht Schlüter davon aus, dass der von Dr. Frank Lungenstraß, Schatzmeister der Walter-Horn-Gesellschaft, in Aussicht gestellte Eröffnungstermin am 5. Juli 2019 eingehalten werden kann. „Wir versuchen alles, um die Sache schnellstmöglich über die Bühne zu bringen“, versichert der Kölner Architekt. Parallel dazu gehen auch die Arbeiten an den Außenanlagen voran. So soll der bisher unterirdisch verlaufende Suppenheider Bach ein neues Bett auf dem Gelände des Planetariums erhalten.

Die Mitarbeiter der Walter-Horn-Gesellschaft beschäftigen sich derweil mit ihrem Umzug. Sobald ein Teil des Neubaus neben dem Gasbehälter bezugsfertig ist, möchte der Verein die Räume nutzen. Die Einrichtung ist in den mit 7,2 Millionen Euro veranschlagten Baukosten enthalten. Von 1921 bis April dieses Jahres betrieb die Gesellschaft die Solinger Sternwarte. Sie wird jetzt durch das Galileum in der ehemaligen Gaskugel ersetzt. Es entsteht ein Multi-Media-Planetarium in der Kuppel und ein siebenstöckiges Besucherzentrum mit einem Durchmesser von zwölf Metern. Auf dem Turmdach entsteht die Sternwarte.

(Boll)