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Fußball: Ganija Pjetrovic sorgt beim 1. FC Solingen für Aufbruchstimmung

Fußball-Kreisliga : Pjetrovic sorgt beim 1. FC für Aufbruchstimmung

Der Fußball-Kreisligist hat den 51-jährigen Ex-Profi als neuen Trainer für die Saison 2020/21 vorgestellt.

(mit) Aufbruchstimmung herrscht beim Fußball-Kreisligisten 1. FC Solingen. Diese ist verknüpft mit einem in der Fußball-Szene gut bekannten Namen: Ganija Pjetrovic. Ihn hat der Verein vom Schaberg jetzt als neuen Trainer für die kommende Saison vorgestellt. Für den FC-Vorsitzenden Peter Deutzmann ist Pjetrovic der „Wunschtrainer“ überhaupt. Und nachdem Interims-Coach Michael Röttgen erklärt hat, in der kommenden Saison nicht mehr als Trainer zur Verfügung zu stehen, war der Weg frei, den 51-Jährigen zu verpflichten.

Pjetrovic hatte sich nach seinem Engagement bei Wald 03 eine Auszeit gegönnt – unterbrochen nur für wenige Wochen Aktivität beim VfB Solingen. „Jetzt bin ich ausgeruht und voller Elan, mich der neuen Aufgabe zu widmen“, erklärt der Solinger, der trotz seiner Auszeit auf den Fußballplätzen der Region immer präsent war. Auch den 1. FC hat Pjetrovic öfters beobachtet, so ist die Mannschaft für ihn auch keine Unbekannte. Kontakt zu Peter Deutzmann besteht schon seit Jahren. Im Winter, nachdem Trainer Benjamin Uhlenbrock aus privaten Gründen den Verein verlassen hatte, wurden die Kontakte intensiviert und jetzt mit der Bekanntgabe der Einigung abgeschlossen. Eine Einigung, von der sich nicht nur Deutzmann endlich auch Ruhe im Umfeld des Vereins erhofft. „Da hat es in den vergangenen Wochen schon recht abenteuerliche Gerüchte gegeben“, erzählt Frank Litke.

Der FC-Vorstand hofft auf eine längere Zusammenarbeit mit Pjetrovic. „Deshalb hat der Vertrag auch keine Laufzeit“, sagt der Vorsitzende. Dieser baut darauf, dass die Verpflichtung Pjetrovic’ eine Sogwirkung hat – im Hinblick auf neue Sponsoren und im Hinblick auf Verpflichtungen. Denn bezüglich des Saisonziels 2020/21 sind sich alle im Verein einig: In der kommenden Spielzeit soll der Aufstieg in die Bezirksliga gelingen. Und um das Ziel zu erreichen, wird Pjetrovic den Kader entsprechend verstärken. „In den kommenden Wochen schaue ich mir Spiele und Spieler an und werde schauen, auf welchen Positionen wir Handlungsbedarf haben“, so Pjetrovic. „Ich glaube fest daran, dass die Mannschaft aufsteigen kann.“ Und Deutzmann ergänzt: „Wir hoffen, dass es uns mit Pjetrovic gelingt, wirklich etwas zu bewegen.“

Und was ist mit Kult-Keeper Michael Röttgen ? „Wir möchten, dass er dem Verein erhalten bleibt“, kündigt Deutzmann Gespräche mit dem 51-Jährigen an, der seit dem Abgang von Uhlenbrock zusammen mit Jörg Leuninger die FC-Mannschaft nicht nur sportlich verantwortlich führt, sondern auch noch zwischen den Pfosten steht. Und er verspürt – so sieht es aus – noch keinerlei Lust, das Torwarttrikot an den Nagel zu hängen.