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Solingen: Für neuen DRK-Geschäftsführer ist alles gut vorbereitet

Solingen : Für neuen DRK-Geschäftsführer ist alles gut vorbereitet

Nein, mit Altlasten muss der Nachfolger nicht rechnen, der vielleicht schon zum 1. Oktober, vielleicht aber auch erst zum 1. Januar, den Posten des Geschäftsführers beim DRK Kreisverband Solingen an der Burgstraße übernimmt.

Drohende Aberkennung der Gemeinnützigkeit, versäumte Steuererklärungen und falsch verwendete Mittel, damit war der Verband in die Schlagzeilen geraten. Der Mann, der das zu verantworten hatte, bat um Entbindung von allen Tätigkeiten und ein neuer Geschäftsführer musste her, und das schnell, um einen Vertrauensverlust bei den Mitgliedern und Förderern zu verhindern. Was lag näher, als jemanden zu bitten, der dieses Amt über 30 Jahre zur Zufriedenheit aller inne gehabt hatte. Gesagt, getan, Rolf Jacobi, der am 30. Juni 2007 in den Ruhestand gegangen war, kam vorübergehend zurück und ließ sein Amt als DRK-Vorsitzender so lange ruhen.

47 Bewerbungen gingen für das Amt des neuen Geschäftsführers ein, das DRK hat die Personalberatung Peiniger mit der Auswahl geeigneter Bewerber beauftragt. In zwei bis drei Wochen, so hofft Jacobi, wird eine Entscheidung gefallen sein zwischen den beiden letzten noch verliebenen Kandidaten. Einer könnte noch dieses Jahr anfangen, der andere zum 1. Januar. "Beide kommen aus der näheren Umgebung von Solingen", sagt Rolf Jacobi, ein Umstand, der durchaus von Vorteil sei.

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Mitglieder hielten DRK die Treue

Der Neue an der Spitze des Kreisverbandes wird Chef von 42 Mitarbeitern, fast 200 Ehrenamtlichen und 24 Mitarbeiterinnen im dem DRK angeschlossenen Kindergarten Pinocchio. Die Abrechnung für das Jahr 2006 liegt derzeit dem Finanzamt vor, für das Jahr 2007 ist sie in Vorbereitung, erklärt Rolf Jacobi, der keine Sorge hat, dass es irgendetwas zu beanstanden gibt.

Die Fördermitglieder, rund 4900 sind es zur Zeit, haben dem DRK-Kreisverband auch in den zurückliegenden unruhigen Zeiten die Treue gehalten. Dennoch würde man sich über weitere Unterstützer freuen, doch wie überall ist auch beim DRK die Bereitschaft, sich zu engagieren, zurückgegangen. Dafür sind die Solinger besonders eifrige Blutspender, freut sich Rolf Jacobi, und auch das Hausnotrufsystem ist beliebt, fast 440 Haushalte sind schon angeschlossen.

Rolf Jacobi freut sich, wenn er sein Amt in andere Hände legen kann, dann wird er noch für zwei weitere Jahre DRK-Vorsitzender bleiben, so lange ist er gewählt. Nicht mehr aufstellen lassen will sich der 75-Jährige für den Rat, dem der Christdemokrat seit 1969 angehört. Wenn die Zeit vorbei ist, werde er sie vielleicht vermissen, doch das wisse er heute noch nicht.

(RP)