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Solingen: Fünf Papstbänke aus Freiburg

Solingen : Fünf Papstbänke aus Freiburg

In der katholischen, aber auch in der evangelischen Kirchengemeinde Wald könnten schon bald jeweils zwei der Papstbänke stehen, die Erhard und Rosemarie Emons in Freiburg abgeholt haben.

Die Eucharistiefeier auf dem Freiburger Flugplatzgelände bildete den Abschluss von Papst Benedikts Deutschlandbesuch. Rund 100 000 Menschen nahmen daran teil. Sie alle saßen auf sogenannten Papstbänken. Die schlichten Bänke aus Tannen- oder Fichtenholz stammen aus nachhaltiger Waldwirtschaft des Schwarzwaldes und wurden für den Besuch des Pontifex extra angefertigt.

5000 Stück stehen nun zum Verkauf. Im Internet sind die besonderen Sitzgelegenheiten für einen Einzelpreis von 410 Euro pro Stück erhältlich. Bei mehreren Exemplaren gibt es Rabatt. Jede Bank ist mit einem Echtheitszertifikat und einer Edelstahlplakette versehen. Vom Erlös jeder Papstbank spendet die Erzdiözese Freiburg 30 Euro an den Benedikt-Ostafrika Fonds zur Linderung der Not der Menschen in den Hungergebieten.

Fünf Papstbänke werden auch in Solingen stehen. Erhard Emons, Gesellschafter der gleichnamigen Gebäudereinigungsfirma, ist mit seiner Ehefrau Rosemarie in Freiburg gewesen, um die fünf Papstbänke abzuholen und nach Solingen zu bringen.

"Es war eine ganz spontane Idee meines Vaters", erzählt Tochter Anke Kuhn. Er habe von der Verkaufsaktion für den guten Zweck erfahren und sei begeistert gewesen. Vor allem jedoch wollte er die Bänke für die Solinger nutzbar machen. "Jeder soll etwas von diesen ganz besonderen Möbelstücken haben", wünscht sich auch Anke Kuhn.

Deshalb sollen zukünftig je zwei Bänke der evangelischen Kirche Wald und zwei der katholischen Gemeinde des Stadtteils gehören. Das letzte Exemplar verbleibt bei der Firma Emons. Bevor die Bänke aufgestellt werden, lässt Erhard Emons sie noch von einem befreundeten Schreiner wetterfest beschichten. Anschließend erfolgt die sichere Montage durch einen Walder Schlosser.

"Alle, die wir um Hilfe gebeten haben, waren sofort begeistert und haben zugesagt", freut sich Kuhn. Dies sei übrigens keine Frage der Konfession gewesen. Für die evangelische Kirchengemeinde könnte sie sich einen Platz im Innenhof der Kirche für die fünf Meter langen Bänke vorstellen. In der katholischen Gemeinde gefielen ihr der Vorhof der Kirche oder der Kindergarten gut. "Hauptsache ist jedoch, dass beide Gemeinden sich sehr über die Aussicht gefreut haben, bald Sitzmöglichkeiten zu besitzen, die zu so einem besonderen Anlass wie dem Papstbesuch verwendet wurden", sagt Anke Kuhn.

(pbm)