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Solingen: Frische Waren direkt vor der Haustür

Solingen : Frische Waren direkt vor der Haustür

Die Nagelprobe ist gelungen: Nachdem schon zur Eröffnung des wiederbelebten Gräfrather Wochenmarktes mit Live-Musik Ende März rund 600 Kunden die Stände aufgesucht hatten, war auch der zweite Markttag unter alltäglichen Vorzeichen ein voller Erfolg: Um 8 Uhr strömten am Samstagmorgen viele Gräfrather auf ihren Marktplatz, um Obst, Gemüse, Käse, Brot, Fisch und mediterrane Vorspeisen zu kaufen. "Die Nachfrage ist gegenüber der Vorwoche nicht abgerissen", freute sich Dirk Stenzel, Initiator des Wochenmarktes.

Wie schon in Höhscheid hatte der Gemüsehändler viele Kollegen angesprochen, um ein vielfältiges Angebot für die Kunden zusammenzustellen. Nun brauche er noch Wurst, erklärte er: "Ich suche derzeit noch händeringend nach einem Händler." Anfangs habe er etwas Bauchweh gehabt, ob seine Idee, den Markt in Gräfrath wiederzubeleben, wirklich ankomme. "Aber dann war der Platz rappelvoll, und ich habe mir gesagt: Wenn auch nur ein Viertel davon wiederkommt, können wir den Markt erhalten."

Bis zum Jahr 2002 hatten Händler am Brandteich gestanden, ehe der Markt wegen der geringen Nachfrage eingestellt wurde. Die Testphase für den neuen privat organisierten Markt auf dem idyllischen Platz läuft ein halbes Jahr, in dem die Stände ihre Waren immer samstags zwischen 8 und 14 Uhr anbieten. Danach soll entschieden werden, ob es sich lohnt, das Projekt dauerhaft fortzuführen. Von den Kunden erhielt Dirk Stenzel aber schon viel Zuspruch. "Es ist ein großer Gewinn, dass man hier alle Sachen frisch bekommt", sagte Stephanie Stamm, die sich mit Spargel, Äpfeln, Kartoffeln und Eiern auf den Heimweg machte. "Lange Zeit musste man alle Einkäufe mit dem Auto erledigen", berichtete die Gräfratherin. "Wenn das Angebot gleich bleibt, kann der Markt ein Erfolg werden", sagte ihr Vater Helmut Meya. "Alle paar Wochen ein Gewürzstand würde die ganze Sache vielleicht noch abrunden", befand Karin Niegeloh. Nicht nur über das Angebot an frischen Produkten freuten sich die Gräfrather, sondern auch über den Service: Wer es wünscht, kann sich die schweren Taschen am Ende des Markttages nach Hause bringen lassen. "Man kann bei uns auch anrufen, dann bringen wir die Ware", sagte Dirk Stenzel.

(ied)