Globaler Klimastreik von Fridays for Future Solinger Klimademo für 9-Euro-Ticket-Nachfolger und gegen Arena

Solingen · Deutschlandweit fanden am Freitag Demonstrationen von Fridays for Future statt. In Solingen wurden dabei auch Unterschriften gegen eine „Arena Bergisch Land“ gesammelt.

 Lolas (9) Schild fordert: „Hört auf, unsere Zukunft zu zerstören“.

Lolas (9) Schild fordert: „Hört auf, unsere Zukunft zu zerstören“.

Foto: Carolin Streckmann

Unter dem Motto „People, not profit“ zog am Freitagmittag ein Protestzug – organisiert von der Solinger Ortsgruppe von Fridays for Future – durch die Innenstadt. Das Motto solle die Politik dazu aufrufen, das Profitdenken nicht über die Zukunft der Menschheit zu stellen. Die Demonstration fand im Rahmen eines Globalen Klima­streiks statt. „Wir streiken auf allen Kontinenten. Die Dringlichkeit, den Klimawandel aufzuhalten, ist nie höher gewesen“, sagt Finn Grimsehl-Schmitz vom Sprecherteam der Gruppe. „Seit Jahren sind die Folgen der Klimaerwärmung schon im Globalen Süden zu spüren.“ Zuletzt seien sie auch hierzulande angekommen, wie man an dem verheerenden Juli-Hochwasser im vergangenen Jahr sehen könne. Oder daran, dass dieses Jahr hierzulande „wahrscheinlich das Jahr mit den meisten Hitzetoten ist“, so Grimsehl-Schmitz.

Die Demonstration sollte ein Bewusstsein für diese Thematik schaffen. Deutschlandweit streike man zudem für eine Nachfolgeregelung für das Neun-Euro-Ticket, das Grimsehl-Schmitz als klima- und sozialpolitischen Erfolg wertet. Und es gehe um Themen, die den Solinger Klimaschutz betreffen. „Wir demonstrieren auch gegen das Projekt der BHC-Arena. Es behindert sinnvolle Investitionen in Klimaschutz und Verkehrswende“, sagt Grimsehl-Schmitz. Zu diesem Zweck sammelte die Ortsgruppe auch Unterschriften für das Bündnis „Lebenswerter Weyersberg“.

Zur Demonstration am Freitag kamen den Veranstaltern zufolge rund 250 Personen. „Wir sind zufrieden“, resümiert Grimsehl-Schmitz. „Aber wir würden uns in Zukunft größere Unterstützung durch die Schulen wünschen.“ Seit Beginn der Pandemie sei die Beteiligung von Jugendlichen an den Demos eingeschränkt, die Abschreckung seitens der Schulen sei größer geworden.

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