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Bauarbeiten in Unterburg: Vollsperrung wird aufgehoben

Am Samstagmittag fließt der Verkehr in Unterburg wieder rund um die Uhr über die Eschbachstraße. Es soll im weiteren Verlauf auch zunächst keine Sperrungen im Zuge der weiteren Bauarbeiten zum Hochwasserschutz geben.

Die Ampel vor dem Engpass auf der Eschbachstraße in Unterburg blinkt warnend gelb. Der Baustellenverkehr ist enorm, auch Pkw, zumeist Anlieger, befahren den Straßenabschnitt. Die Ampel ist außer Betrieb. Das wird sich spätestens Samstagmittag ändern: Die Komplettsperrung wird aufgehoben - der Verkehr durch den Engpass wird wie ansonsten auch mit der Ampel geregelt. „Der Verkehr fließt dann wieder rund um die Uhr, es gibt auch keine arbeitstäglichen Sperrungen der Eschbachstraße mehr“, betont Ditscheid.

Zwischen der Brücke Mühlendamm und der Ortsausfahrt beziehungsweise bis zum Burger Busbahnhof wurde am Donnerstag eine neue Asphaltschicht aufgebracht. Heute muss die neue Decke ruhen, und auch auf diesem Teilstücke steht dem durchgängigen Straßenverkehr ab Samstag nichts mehr im Weg. „Allerdings wird hier zunächst weiter eine Baustellenampel aufgestellt. Ab kommenden Montag wird in diesem Bereich ein neues Geländer am Eschbach angebracht“, erklärt Karsten Ditscheid. Für die rund 300 Meter lange Strecke werden fünf oder sechs Wochen benötigt.

Ist das Mitte bis Ende August erledigt, kann die Baustellenampel dort abgebaut werden. „Damit ist dann der Zustand wieder erreicht, der immer schon in Unterburg herrschte“, meint der Ingenieur mit Blick auf die Ortsdurchfahrt.

Im Zuge der städtischen Straßenbauarbeiten hat Ditscheid auch einige unverantwortliche Autofahrer erlebt, die über die Brücke Mühlendamm auf der anderen Seite des Eschbachs zum Ortsausgang in Höhe des abgebrannten Beverly fuhren. Dort ist eine Schranke aufgebaut, die sich mit einem Zahlen-Code hebt. Diese Strecke war Anliegern, dem SWS-Kleinbus, der Polizei und Feuerwehr vorbehalten. Doch offensichtlich wurde der Code weitergegeben – für Ditscheid war deshalb Handeln angesagt. „Wir haben am Donnerstag noch den Code geändert, zumal manche Autofahrer viel zu schnell über die Anliegerstraße fuhren.“

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Mit der neuen Asphaltdecke sind die städtischen Bauarbeiten zunächst erledigt. Die Arbeiten zum Hochwasserschutz gehen bis zum Herbst dieses Jahres unvermindert weiter. Ab Februar/März des kommenden Jahres bis Herbst 2019 folgt ein weiterer Bauabschnitt von der Brücke Mühlendamm bis zum Ortsausgang. „Wir kommen nach dem Hochwasser im Winter, wo wir einige Zeit verloren haben, gut voran. Es sieht gut aus“, sagt Patrick Vondung, Projektleiter des zuständigen Wupperverbandes.

Höhere Stützmauern wurden angebracht, der Eschbach tiefer gelegt. Zurzeit sind Bauarbeiter auch damit beschäftigt, die Oberflächen der privaten Grundstücke im Verlaufe des Eschbachs wieder herzurichten. Bis zur Brücke Mühlendamm sollen die Hochwasserschutzarbeiten bis zum Herbst dieses Jahres abgeschlossen sein. 2019 werden die restlichen Arbeiten in Angriff genommen.

Während der Wupperverband seine Arbeiten zeitlich getaktet hat, hinken dagegen die städtischen Arbeiten hinterher. Denn nach einem kürzlichen Beschluss von Bezirksvertretung und Planungsausschuss wurde die vereinbarte und im Detail geplante Ausbauvariante 3 der Ortsdurchfahrt gekippt. Sie sah im Kern vor, dass die Fahrbahn zwischen Wupperbrücke und Mühlendamm auf einer Länge von 250 Metern so schmal wie möglich angelegt wird, damit Fußgänger mehr Raum erhalten. Zum Zuge kommen soll jetzt vielmehr eine Variante, die kleinere Veränderungen vorsieht.  Aber die beampelte Engstelle im Ortskern mit einer Länge von 150 Metern soll so bleiben, wie sie ist. Dafür gibt es aber noch keine Detailplanung. Von daher werden die weiteren Bauarbeiten in Unterburg voraussichtlich nicht parallel zum Hochwasserschutz im nächsten Jahr über die Bühne gehen können.