Solingen: Frauen waren eine Bereicherung beim Schülerrockfestival

Solingen: Frauen waren eine Bereicherung beim Schülerrockfestival

Der Saal ist voll, die Stimmung heizt sich, wie die Luft, mit jeder Band mehr auf. Auf der Länge der Wand steht in großen silbernen Lettern "Schülerrock Festival 2015" zu lesen. Es ist bereits das neunzehnte seiner Art und dennoch ist einiges neu. Zum einen der Veranstaltungsort. Bisher fand das Festival im Getaway statt. "Wir sind ins Haus der Jugend umgezogen", erklärt Organisator Jens Stuhldreier, "weil wir nicht mehr 20 Bands am Start haben." 18 Teilnehmer waren am Samstag gemeldet.

Zum ersten Mal in der Geschichte des Schülerrock-Festivals stand mit "Voices" auch ein Chor auf der Bühne. Worüber sich die Veranstalter ganz besonders freuten, war die hohe Zahl an weiblichen Musikern. "Da sind wir ganz besonders stolz drauf, weil es jedes Jahr mehr geworden sind", so Stuhldreier und Patricia Stute vom vorbeugenden Jugendschutz der Jugendförderung ergänzt: "Das war anfangs ja nicht so." Ob es das mit einer Mädchen-Band gestaltete Plakat war oder ob inzwischen einfach mehr Mädels ihr Können auf der Bühne zeigen wollen, sei dahingestellt. In jedem Fall tut die Mischung dem Festival gut.

"Es sind zehn Bands aus Solingen dabei", sagt Jens Stuhldreier. Eine davon ist "Area 56", bei der bis zur letzten Sekunde nicht klar war, ob sie überhaupt teilnehmen kann, weil Musiker fehlten. "Jetzt sind netterweise von einer anderen Band welche eingesprungen", erklärt Lennerd Riege. Vor über vier Jahren haben die Jungs zusammengefunden. "Wir hatten die Möglichkeit, an unserer Schule eine Band zu gründen", sagt Sebastian Nickel. Es ist eines der musischen Projekte an der Friedrich-Albert-Lange-Schule Beim Schülerrock Festival sind sie zum zweiten Mal dabei. "Man sammelt viel Bühnenerfahrung", verrät Robin Frank ihre Motivation. "Außerdem macht es Spaß." Rund zehn Minuten hatte jede Band zur Verfügung, um einen bleibenden Eindruck beim Publikum zu hinterlassen. Und dies konnte sich lohnen, denn zum ersten Mal gab es einen Wettbewerb. Die Besucher bekamen eine Karte und konnten abstimmen, welcher Auftritt ihnen am besten gefallen hat. Der erste Platz war mit 300 Euro, der zweite mit 200 Euro dotiert. Die Bands hatten mit dem zur Verfügung stehenden Profi-Equipment optimale Bedingungen und viele performten nicht nur Coverhits, sondern auch eigene Songs. So herrschte im Haus der Jugend für einige Stunden Club-Atmosphäre.

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Den Abschluss machte der außer Konkurrenz laufende Headliner des Festivals - die Band "Dickes Gebäude" aus Remscheid. "Die haben früher auch mitgespielt", erzählt Stuhldreier, "jetzt sind sie erfolgreich und haben eine CD aufgenommen." Mit "Dickes Gebäude" konnte das Festival am späten Abend stimmungsvoll ausklingen.

(sue)
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