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Solingen: Forscher-Nachwuchs

Solingen : Forscher-Nachwuchs

Beim Landeswettbewerb „Jugend forscht“ erreichten die beiden Solinger Fabian Preiß und Marcus Mats den zweiten Platz und gewannen einen Sonderpreis für eine Arbeit auf dem Gebiet der Rundfunk-, Fernseh- und Informationstechnik der Eduard-Rhein-Stiftung.

Zugegeben: Die Vespa geht leichter über die Lippen als der Zungenbrecher Hybrid-Brennstoffzellen-Roller. Aber: Der Brennstoffzellen-Roller kann mehr. Vor allem saubere Energien nutzen und Energie sparen. Sagen jedenfalls Fabian Preiß (17) und Marcus Mats (19).

Die beiden Solinger Schüler – Preiß besucht das Helmholtz-Gymnasium in Hilden, Mats das Gymnasium Schwertstraße – haben mit dem Hildener Tobias Bach (18, Helmholtz-Gymnasium Hilden) solch ein Zweirad konstruiert. Beim Wissenschafts-Wettbewerb „Jugend forscht“, der von Montag bis gestern bei Bayer in Leverkusen lief, gab’s dafür die Belohnung: den zweiten Preis im Fachbereich Technik und einen Sonderpreis auf dem Gebiet der Rundfunk-, Fernseh- und Informationstechnik der Eduard-Rhein-Stiftung.

Energie sparen

Freilich, das komplette Gefährt, konstruierte das Trio nicht. Sie nahmen einen so genannten „Tante Paula Roller“ mit gedrosseltem 450-Watt Motor als Grundlage. Weil der besonders beim Anfahren aber mehr Leistung zieht, als eine Brennstoffzelle bereitstellen kann, haben die drei Forscher noch einen Hybrid-Antrieb entwickelt, dessen Akkus bis zu acht Ampere Strom liefern können. Wird während der Fahrt nicht die volle Leistung der Brennstoffzelle genutzt, wird durch verschiedene Mechanismen Energie gespart.

Eine von 43 ziemlich cleveren Ideen von 86 Nachwuchs-Wissenschaftlern im Alter von 15 bis 21 beim Landeswettbewerb im Bayer-Kommunikationszentrum in Leverkusen. Die Projekte wurden in einer kleinen Erfinder-Messe vorgestellt. Der Bayer-Konzern richtete zum 43. Mal den Landeswettbewerb für die jungen Wissenschaftler in den Bereichen Biologie, Chemie, Physik, Technik, Mathematik/Informatik, Arbeitswelt und Geo- und Raumwissenschaften aus. Und zum ersten Mal gab’s ein Problem. Kein logistisches oder technisches, sondern eines in der Bewertung. „Wir hatten noch nie einen so guten Wettbewerb wie diesen, so viele wirklich herausragende Arbeiten“, berichtete Dieter Römer, Landeswettbewerbsleiter von „Jugend forscht“. Die 41-köpfige Jury aus klugen Köpfen von Schulen, Hochschulen und aus der Industrie hätten es noch nie so schwer gehabt, die acht Projekte auszusuchen, die im Mai zur nächsten Wettbewerbsstufe auf Bundesebene nach Bremerhaven fahren dürfen.

Für das Trio aus Solingen und Hilden hat’s nicht gereicht für Bremerhaven. Aber vielleicht ist die Zusammenarbeit mit der Eduard-Rhein-Stiftung ja auch ein vielversprechender Start in eine Forscherkarriere.

(RP)