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Solingen: Flinke Mädchen ganz stark am Ball

Solingen : Flinke Mädchen ganz stark am Ball

Mit viel Spielfreude trugen Mädchen-Teams der Solinger Grundschulen am Weyersberg die Stadtmeisterschaften aus.

Auf dem Kunstrasenplatz am Weyersberg präsentierten sich die Teilnehmerinnen der Fußball-Stadtmeisterschaften für Mädchen der Solinger Grundschulen gestern ehrgeizig und spielstark: Los ging das Turnier für Grundschülerinnen im Alter zwischen acht und elf Jahren um zehn Uhr. 13 Teams waren angetreten, um den Wanderpokal des Titelverteidigers, der Grundschule Stübchen, für die eigene Schule zu erspielen. Nicht nur die Spiele waren schnell und dynamisch, sondern auch die Turniertaktung legte Tempo vor. Von der Vorrunde bis zum Finale wurde in zehnminütigen Einheiten gespielt. Viele der Teilnehmerinnen standen bis vor kurzem noch nie auf einem Fußballfeld. Anmerken ließen sie sich davon jedoch nichts.

"Wir haben unser Team zuvor im Rahmen einer Wettbewerbs-AG trainiert", sagt Damir Plesnik. Der Lehrer der Grundschule Bünkenberg-Widdert organisiert das Turnier gemeinsam mit seinem Kollegen Andreas Gottfried. "Fünfmal hat sich unsere Gruppe zur Vorbereitung für die Stadtmeisterschaften getroffen", berichtet er. Dabei sei es vor allem um die Vermittlung von Grundtechniken wie dem Dribbeln, dem Zuspiel und dem Torschuss gegangen. "Wir wollten die Mädchen selbstbewusst und teamstark in die Stadtmeisterschaften schicken", betont Plesnik. Die gegnerischen Teams handhabten dies ähnlich. Lehrer und ehrenamtliche Helfer engagieren sich an den Schulen für die Spielvorbereitung. Über die 13 mitspielenden Teams freut Damir Plesnik sich sehr. Bei 21 Solinger Grundschulen ließe dies auf ein reges Interesse am Fußball-Sport schließen. Generell steige die Begeisterung für Fußball bei den Mädchen. "Sie entdecken den Sport für sich und haben dabei in Deutschland mit unserer sehr erfolgreichen Fußballnationalmannschaft der Frauen tolle Vorbilder."

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Während sich die Mädchen engagiert durch die Spielrunden kämpften, werden die Unterschiede zu ihren männlichen Mitschülern deutlich. Aufgrund längerer Erfahrung scheinen Jungen spieltechnisch stärker zu sein. "Jungen spielen körperlicher und taktischer", weiß Plesnik. Sie hätten einfach eine größere Spielpraxis. Dies bedeute jedoch nicht, dass die Mädchen allgemein schlechter seien. Sie überzeugen durch Fairness und eine gute Teamfähigkeit. "Eine Gelbe Karte mussten wir wegen unfairen Verhaltens bei den Fußball-Stadtmeisterschaften für Mädchen noch nie vergeben. Das ist bei Turnieren mit Jungen anders", sagt Damir Plesnik.

Sein Team landete auf dem siebten Platz. Im Finale wurde es spannend. Dort trafen die Grundschulen Uhlandstraße und Schützenstraße aufeinander. Das Spiel endete mit einem 1:0 für die Schülerinnen der Schützenstraße. Sie dürfen den Pokal mit in ihre Schule nehmen.

(pbm)