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Solingen: Feuerwehrmann – Traumjob für Kinder

Solingen : Feuerwehrmann – Traumjob für Kinder

An der Grundschule Scheidter Straße war gestern die Feuerwehr zu Gast: Im Rahmen des Osterferienprogramms befassten sich Kinder aus dem Offenen Ganztag mit dem Thema "Berufe".

Alle rufen zusammen: "Eins, eins, zwei!" Die Notrufnummer haben die Schulkinder sehr schnell verinnerlicht. Gebannt lauschen sie den Erklärungen des Unterbrandmeisters Sebastian Koldrack von der Freiwilligen Feuerwehr. Der hat für seinen Vortrag im Klassenzimmer der Grundschule Scheidter Straße viel Material zum Anschauen und Anfassen mitgebracht.

Zunächst gibt er eine Schutzjacke herum. "Die ist aber ganz schön schwer", sagt eine Schülerin. Auch die Sauerstoffmaske geht von Hand zu Hand.

45 Schüler aus der Offenen Ganztagsbetreuung der Grundschulen Klauberg und Scheidter Straße, darunter auch Kinder aus integrativen Klassen, nehmen an der Ferienaktion zum Thema "Berufe" teil. In der ersten Ferienwoche stand dabei unter anderem ein Ausflug zu den Stadtwerken auf dem Programm. An einem anderen Tag kam eine Moderatorin von Radio RSG in die Schule Scheidter Straße, um ihren Beruf vorzustellen. Kurz vor Ferienende ist außerdem der Besuch eines Polizisten geplant.

Damit Sebastian Koldrack möglichst viele Schülerfragen beantworten kann, haben die Lehrer die teilnehmenden Kinder aus allen vier Grundschuljahrgängen in drei Gruppen aufgeteilt. Wie man vorgehen muss, wenn die Hilfe der Feuerwehr wirklich vonnöten ist, können die Schüler in einem fiktiven Telefonat mit dem Unterbrandmeister einüben.

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Die siebenjährige Giada stellt sich kurz vor und schildert sachlich das gestellte Problem: "Hier auf der Straße läuft Öl aus einem Auto aus." Dann erklärt sie dem Feuerwehrmann am anderen Ende der Leitung, wo genau sie sich aufhält und wie viele Menschen sich in ihrer Umgebung befinden.

Auch klassische Grundregeln im Brandfall bringt Koldrack den Schülern näher: "Wenn es brennt, unbedingt die Fenster schließen!" Dann erfüllt der Feuerwehrmann den Kindern einen heimlichen Traum vieler Erwachsener: Sie dürfen einmal ungestraft auf den Alarmknopf drücken. "Diesmal natürlich, ohne dass direkt die Feuerwehr kommt", betont Koldrack. Schließlich beantwortet er eine zentrale Frage der beiden Themenwochen: "Wie werde ich eigentlich Feuerwehrmann?" Dazu müsse man sich viel Mühe in der Schule geben und erst einmal eine Ausbildung absolvieren, zum Beispiel zum Mechaniker, Bäcker oder zur Krankenschwester.

"Das möchte ich schon nach der vierten Klasse machen", ruft ein Mädchen mit Nachdruck. Welche Berufswünsche die Grundschüler haben, konnten sie im Verlauf des Ferienprogramms im Rahmen einer Collage erklären.

Nach dem Besuch des Unterbrandmeisters herrscht weitgehend Einigkeit. Als Sebastian Koldrack in die Runde fragt, wer denn zur Feuerwehr möchte, schnellen sofort fast alle Finger nach oben. Und eine Schülerin fragt den Gast mit fester Stimme: "Nehmen Sie uns gleich mit auf die Wache?"

(RP)