Solingen: Feuerwehr wurde 2017 öfter alarmiert

Solingen : Feuerwehr wurde 2017 öfter alarmiert

Die Arbeit geht Solingens Einsatzkräften nicht aus. Im vergangenen Jahr stieg die Zahl der Alarmierungen um über 600 Fälle. Erfreulich: Es kamen weniger Menschen zu Schaden.

Die Feuerwehrleute in der Klingenstadt hatten auch im zurückliegenden Jahr wieder alle Hände voll zu tun. Das geht aus dem Jahresbericht 2017 der Feuerwehr Solingen hervor, der am gestrigen Donnerstag veröffentlicht wurde. Demnach mussten die Einsatzkräfte zu insgesamt 29.088 tatsächlichen oder aber vermeintlichen Einsätzen ausrücken - was im Vergleich zum Vorjahr einen Anstieg um immerhin etwas mehr als 600 Alarmierungen bedeutet.

Dabei gingen die eigentlichen Brandeinsätze zurück. Hatte es 2016 in Solingen noch 303 Mal gebrannt, sank diese Zahl im vergangenen Jahr auf 292. Und auch bei Feuer-Fehlalarmen war eine zumindest leicht positive Entwicklung feststellbar. Ihre Anzahl verringerte sich in der Klingenstadt nämlich binnen Jahresfrist von 155 auf nun noch 150 Fälle.

Besonders erfreulich: Die Zahl der verletzten beziehungsweise getöteten Personen nahm ebenfalls ab. Hatte die Zahl der tödlich verletzten Zivilpersonen 2016 bei zehn gelegen, so waren es 2017 lediglich vier Todesopfer, während bei der Feuerwehr selbst - wie im Vorjahr - erneut im Rahmen der unterschiedlichen Einsätze keine ums Leben gekommenen Kameraden zu beklagen waren.

Parallel dazu ging die Anzahl der Verletzten zurück: bei den Zivilpersonen von 59 auf 51 und bei den Einsatzkräften von 39 auf 30. Insgesamt musste im vergangenen Jahr 306 in Not geratenen Menschen geholfen werden (2016: 285). Die Einsätze mit Tieren in Notlagen sanken von 40 auf zuletzt 32.

Indes beinhaltet die aktuelle Feuerwehrbilanz auch Schattenseiten. Beispielsweise war bei den böswillig herbeigeführten falschen Brandalarmierungen ein Anstieg von acht auf nunmehr insgesamt zwölf Fälle zu registrieren - wie ohnehin ein Plus bei den Fehlalarmen feststellbar war. So stieg ihre Gesamtzahl von 2354 auf 2414. Wobei die allermeisten überflüssigen Einsätze im Bereich des Rettungsdienstes anfielen. Während 2016 in der Summe 2199 Mal die Alarmierung der Retter nicht notwendig gewesen war, zählte der Rettungsdienst im zurückliegenden Jahr 2264 Anrufe, die keinen echten Notfall zum Gegenstand hatten.

Die Zahl der Notarzt- sowie der Notfalltransporte blieb 2017 im Vergleich zum Vorjahr in beiden Bereichen und zusammengezählt ungefähr gleich. Dafür war allerdings eine Zunahme der Krankentransporte spürbar. Hatte deren Zahl im Jahr 2016 noch bei 12.425 gelegen, so wurden im Jahr darauf für die Klingenstadt mittlerweile 12.797 Anforderungen für solche Fahrten von den Beamten der Feuerwehrleitstelle Solingen/Wuppertal angenommen sowie an die Sanitäter weitergeleitet.

(RP)
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