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Solingen: Feuerwehr muss eigenes Einsatzfahrzeug löschen

Solingen : Feuerwehr muss eigenes Einsatzfahrzeug löschen

Bei Abflämmarbeiten eines Malers im Dachbereich einer dreigeschossigen Villa an der Friedrich-Ebert-Straße entzündete sich am Montagvormittag die hölzerne Dachkonstruktion und verkohlte großflächig. Erste Löschmaßnahmen mit einem Gartenschlauch der vor Ort tätigen Handwerker waren nicht von Erfolg gekrönt.

Der flache und nicht begehbare Dachraum füllte sich schnell mit Brandrauch, der an mehreren Seiten im Dachrinnenbereich wieder austrat. Der Wind fachte den Brand zudem weiter an. Die um 10.37 Uhr alarmierte Feuerwehr rückte mit zwei Berufsfeuerwachen und drei Löscheinheiten der Freiwilligen Feuerwehr aus. "Wir mussten den ganzen Dachstuhl aufreißen. Die Schwierigkeit war dabei, trotz Gerüstes an der Außenfassade die richtige Stelle zu finden. Dazu musste zunächst die Haustür aufgebrochen werden", erklärte Feuerwehr-Chef Frank-Michael Fischer.

Nach dem rund fünfstündigen Einsatz verschloss ein ebenfalls an dieser Einsatzstelle arbeitender Dachdecker die Dachöffnungen wieder. Verletzt wurden bei dem Brand niemand.

Zur Sicherheit verblieb bis zum gestrigen Abend eine Brandwache vor Ort. Durch umsichtigen Löscheinsatz der Feuerwehr konnte ein größerer Wasserschaden verhindert werden. Die Höhe des gesamten Schadens wurde noch nicht ermittelt.

Bei dem Brand an der Friedrich-Ebert Straße kam es zu einem kuriosen Zwischenfall abseits des eigentlichen Einsatzortes, bei dem sich manche Beteiligten das Schmunzeln nicht verkneifen konnten: Da die Endabschaltung der Leiterentnahme eines Löschfahrzeugs versagte, fing ein Relais des Elektromotors Feuer und musste gelöscht werden. "Es kann sein, dass wir den Motor retten können", sagte Frank-Michael Fischer im Gespräch mit unserer Zeitung.

(RP)