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Solingen: Feuer in Klinikbett war Brandstiftung

Solingen : Feuer in Klinikbett war Brandstiftung

Das schnelle Handeln einer Nachtschwester im Städtischen Klinikum an der Gotenstraße verhinderte in der Nacht zum Sonntag größeren Schaden. Die Ermittlungsbehörden gehen inzwischen von Brandstiftung aus.

Gegen 1.37 Uhr hatte am frühen Sonntagmorgen die Brandmeldeanlage im Klinikum angeschlagen, in einem Patientenzimmer im dritten Obergeschoss des Bettenhauses war ein Brand ausgebrochen.

"Bei Eintreffen der Feuerwehr war die gefährdete Person des betroffenen Zimmers durch die Pflegekraft in Sicherheit gebracht worden und im Begriff, die Station zu räumen", erklärt Feuerwehr-Einsatzleiter Christian von Egen. Einige Patienten wurden durch die Krankenhaus-Einsatzleitung auf andere Stationen verlegt.

Die Feuerwehr selbst konnte die Flammen im Patientenzimmer, in dem das Feuer ausgebrochen war, schnell löschen. Durch die starke Rauchentwicklung mussten allerdings langwierige Lüftungsmaßnahmen vorgenommen werden. Verletzt wurde niemand. Erst gegen 3.50 Uhr konnte der Einsatz der Feuerwehr im Klinikum beendet werden.

Der Brandort wurde durch die Polizei beschlagnahmt und das Zimmer versiegelt. Brandermittler und ein Sachverständiger kamen zu dem Schluss, dass es sich um Brandstiftung handelt. Der Gesamtschaden wird auf mindestens 25.000 Euro geschätzt.

Insgesamt war die Feuerwehr mit 31 Einsatzkräften der Berufswachen I und III vor Ort. Während des Einsatzes der Berufsfeuerwehr besetzten die freiwilligen Löscheinheiten 3 und 7 die Wachen der Berufsfeuerwehr.

Mitte Februar dieses Jahres kam es in einem Patientenbett der Intensivstation F 01 im Klinikum zu einem Brand. Das Feuer entstand, weil ein Patient vermutlich im Bett geraucht hatte. Das Feuer wurde durch die Mitarbeiter der Station mit Schaumlöschern, vor Eintreffen der Feuerwehr, durch beherztes Eingreifen gelöscht und der Patient in einen sicheren Bereich gebracht und versorgt.

(RP)