Pow Wow You: Festival-Besucher trotzen schlechtem Wetter

Pow Wow You : Festival-Besucher trotzen schlechtem Wetter

Den Umzug von "Pow Wow You" in den Südpark haben die Organisatoren nicht bereut. Künstler und Musikfans waren begeistert.

Die Organisatoren hatten angekündigt, dem "Pow Wow You"-Festival durch den Umzug in den Südpark "neuen Glanz" verpassen zu wollen. Mit 17 Künstlern auf drei Bühnen, verschiedenen Ständen und der Unterstützung unzähliger Helfer ist das gelungen - einzig das Wetter wollte nicht mitspielen.

17 Künstler waren auf drei Bühnen dabei - darunter die Band "Schlaraffenlandung". Foto: Köhlen Stephan

Zum Auftritt von Headliner "Weekend" kamen, nachdem es aufgehört hatte zu regnen, rund 500 Besucher. Über den Tag verteilt sollen laut Mareike Pach von der Jugendförderung mehr als 800 Menschen den Weg in den Südpark gefunden haben. Damit verfehlte man die angepeilte Zahl von 1000 Festivalbesuchern nur knapp - trotz des schlechten Wetters.

In den Abendstunden zählten die Veranstalter rund 500 Besucher. Foto: Stephan Köhlen

In den vergangenen Wochen hatte das Organisationsteam um Koordinatorin Carmen Gottwald täglich zwölf Stunden gearbeitet, um den Südpark in "ein echtes Festival-Gelände" zu verwandeln. Neben dem Fußballplatz am Bahnhof Mitte wurden die "Union Stage" und die "Vom Stehen und Fallen Stage" abwechselnd bespielt. Vor allem die "Union Stage" fand bei den auftretenden Künstlern Anklang.

"Das erinnert echt an größere Festivals", freute sich Benjamin Gerwinski, Sänger der Düsseldorfer Band "Eleveta". Das Quartett eröffnete das Programm auf der Hauptbühne. Dass ihr Auftritt wegen starken Regens vor kleinem Publikum stattfand, trübte die Freude kaum: "Das ist unser erstes richtiges Festival. Es ist alles super organisiert - da kann es nur Spaß machen."

Jede Musiker-Gruppe hatte einen eigenen Betreuer, der den ganzen Tag über bei Fragen und Problemen zur Seite stand. Im Atelier "Andersartig" gab es Essen und Getränke für die rund 250 Helfer und Künstler. Die Kooperation mit den Mietern der Güterhallen funktionierte nicht nur in diesem Fall.

Die "Performance Stage" fand ihren Platz im Atelier des Künstlers Peter Amann. Manuela Hoor vom Kulturmanagement zeigte sich begeistert ob der engen Zusammenarbeit: "Wir sind mit offenen Armen empfangen worden".

Sechs Theater- und Tanzformationen zeigten im Atelier ihr Können, unter anderem das Spina Theater und die Ballett- und Bühnentanzschule Angel Blasco. "Wir wollten möglichst viel Jugendkultur zeigen. Dazu gehört auch Tanz und Theater", erklärt Manuela Hoor die Idee hinter der Bühne.

Auch für Abwechslung abseits der Kunst war gesorgt. In Umbaupausen konnte alkoholfreies "Beer Pong" gespielt oder ein Erinnerungsfoto in der Foto-Box gemacht werden. Die Verpflegung der Festival-Besucher sicherten mehrere Stände. Unter anderem verkaufte der Verein "Vegan in Solingen" Gerichte frei von tierischen Erzeugnissen. Die Mischung kam an.

Laura und Nils zeigten sich wetterfest und kamen schon am verregneten Nachmittag. "Mit der passenden Kleidung und den richtigen Leuten macht so ein bisschen Regen nichts aus", fand Laura. Nils ließ der Gedanke an die Auftritte den Regen vergessen: "Ich freue mich auf Matter of Time, Schlaraffenlandung und Weekend." Die Ausdauer wurde belohnt: Spätestens zum Auftritt der zweiten Headliner "Kochkraft durch KMA" verzog sich der Regen, und der Platz im Südpark füllte sich.

"Weekend", vor zwei Jahren mit seinem Album "Für immer Wochenende" auf Platz Eins der Charts, begrüßte das Publikum herzlich: "Ihr seid also die geilen Leute, die trotz schlechten Wetters zum Festival kommen ?" Dann spielte er über eine Stunde lang.

Zwischenfälle habe es nicht gegeben, berichtet Mareike Pach. Ihr Fazit fiel positiv aus: "Wir haben gezeigt, dass Jugendkultur in Solingen funktioniert." Auch kommendes Jahr soll das Festival im Südpark steigen.

(RP)
Mehr von RP ONLINE