Solingen: Fest zur Marktplatzeröffnung

Solingen : Fest zur Marktplatzeröffnung

Jörg Walloschek, Vorstandsmitglied bei W.I.R. und Karstadt-Geschäftsführer, wünscht sich von der Stadt, dass Kunden zum Verwöhn-Freitag ohne Gebühren Parken könnten.

ist für den Handel kein einfaches Pflaster. Mit der Verlängerung der Öffnungszeiten an Freitagen auf 20 Uhr haben die Geschäftsleute einen wichtigen Schritt getan. Über weitere anstehende Projekte sprach Redaktionsmitglied Andrea Röhrig mit Karstadt-Geschäftsführer, Jörg Walloschek, der auch im Vorstand von W.I.R. ist.

Wissen Sie, wann der Markplatz endlich fertig sein soll?

Walloschek Vieles spricht dafür, dass er nach fast dreijähriger Bauzeit im Juni fertig ist. Zum Fertigstellungstermin soll es ein gemeinsames Fest von Stadt, WIR, Initiativkreis und Innenstadtforum geben.

Wie werden sich die Händler auf die Eröffnung des Markplatzes einstellen?

Walloschek Die Händler am Neumarkt planen an den drei Markttagen Dienstag, Donnerstag und Samstag morgens um 8.30 Uhr zu öffnen. Wir erwarten für die Einzelhändler und Dienstleister am Neumarkt eine deutliche Frequenzsteigerung.

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Sind Sie mit der baulichen Entwicklung vor Ort zu zufrieden?

Walloschek Besser wäre es für die Stadt Solingen gewesen, solche Projekte wie der neue Marktplatz wären bereits vor sechs oder sieben Jahren schon fertig gewesen. Aber jetzt gibt die Stadt viel Gas, und auch die Politik engagiert sich. Auch wir Händler haben es verstanden und sind jetzt bei der Aufholjagd dabei. Alle ziehen an einem Strang, und das ist enorm wichtig für Solingen.

In der Rückschau: Hätte man aus Ihrer Sicht etwas in der Innenstadt anders machen müssen?

Walloschek Aus heutiger Sicht hätte man lieber erst den Bereich Neumarkt stärken sollen, als etwa die Clemens-Galerie neu zu bauen. Aber hinterher ist man immer schlauer.

Was fehlt in Solingen?

Walloschek Ich denke, es mangelt ein bisschen an Selbstbewusstsein. Dabei können wir dem Kunden hier doch einiges bieten.

Allerdings scheinen das die meisten noch nicht zu wissen.

Walloschek An dem Punkt müssen wir ansetzen. Wir müssen vor Ort Kaufkraft binden. Es ist nicht schlimm, wenn einer mal einen teuren Markenanzug auf der Düsseldorfer Kö kauft. Aber alles andere, vom T-Shirt bis zur Jacke, vom Kochtopf bis zum Parfüm sollte doch hier erstanden werden.

Wie wollen Sie so etwas erreichen?

Walloschek Der Kunden-Verwöhn-Freitag ist ein erster Schritt. Diese Verlängerung der Öffnungszeiten haben wir Händler in der Woche vor Weihnachten gemeinsam sehr schnell auf die Beine gestellt. Das ist doch ein Riesenergebnis, etwas, von dem andere Städte träumen.

Wie sieht es mit dem Parken in der City aus?

Walloschek Parkgebührenerstattung ist ein nicht zu unterschätzender Wettbewerbsvorteil. Als erster Schritt wäre es schon mal schön, wenn die Politessen nicht so eifrig aufschrieben. Aber ich würde mir wünschen, dass die Stadt den Besuchern am Freitag entgegen kommt und dann auf Parkgebühren verzichtet. Darüber haben wir Händler aber noch nicht mit der Stadt gesprochen. Die Kurzfristigkeit, in der wir den Verwöhnfreitag realisiert haben, ließ dazu noch keine Möglichkeit .

(RP)
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