Solingen: Felix Kids-Club braucht dringend weitere Unterstützer

Solingen : Felix Kids-Club braucht dringend weitere Unterstützer

Die Erleichterung war groß gewesen, als das Jugendprojekt sein neues Zuhause gefunden hatte: Nachdem der Felix Kids-Club im Frühjahr den mittlerweile ins Stocken geratenen neuen Plänen für die Clemens-Galerien hatte weichen müssen, freute sich Gründer Gunter Opitz umso mehr, an der Lüneschloßstraße ein noch größeres Gelände für sein vielseitiges Lern-, Förder- und Freizeitangebot nutzen zu können - zumal der Vermieter auch noch bis Ende November die Miete übernahm.

Inzwischen ist die Freude dem sorgenvollen Blick in die Zukunft gewichen: Ab Dezember müsste die Initiative des pensionierten Pastors die Kosten selbst tragen. Und das wäre mit den derzeitigen Einnahmen nicht möglich: Denn der Club, der sich um Kinder mit verschiedenen kulturellen und sozialen Hintergründen kümmert, bei Schulaufgaben hilft oder einfach eine nahrhafte Mahlzeit bietet, lebt von Spenden. "Mit dem, was wir von den Unterstützern aus der Wirtschaft bekommen, können wir die laufenden Kosten, etwa für Essen oder Material, decken", sagt Opitz. Für mehr reiche es nach derzeitigem Stand jedoch nicht.

Dabei sei der Standort ideal und werde von den Gästen sehr gut angenommen - ganz gleich, ob es dabei um kreative Tätigkeiten, Sport oder Nachhilfe gehe. Die Jugendlichen konnten sich zuletzt noch nicht in allen Räumen des neuen Geländes tummeln. "Im Sommer konnten wir die große überdachte Außenanlage nutzen", berichtet Gunter Opitz, der mit einigen Mitstreitern in den vergangenen Monaten viel Arbeit in die Umgestaltung der Hallen investierte. "Es ist eigentlich alles vorbereitet", sagt er.

In Kürze soll es Gespräche mit dem Vermieter über eine weitere Nutzung geben. "Wir können das aber nur machen, wenn klar ist, dass wir in den nächsten drei Jahren mit den Kosten zurechtkommen", so der Initiator. Zuspruch gebe es aus der Bevölkerung. Schon wenn möglichst viele Bürger einen Euro monatlich zur Verfügung stellen würden, sei ihnen geholfen, sagt Opitz.

Zugleich befasst er sich aber auch mit anderen Szenarien. "Ich bin im Gespräch mit Sponsoren." Möglich sei es auch, nur einen Teil des Geländes zu nutzen und eine große Halle Anderen zu überlassen. "Dann aber müssten sämtliche Stromleitungen wieder neu verlegt werden", erklärt Opitz. "Es wäre eine Schande, wenn es gar nicht weitergehen würde", bekräftigt er - und erinnert an die Aussage zweier Schwestern: "Als ihr nicht da wart, war es so langweilig, da wussten wir gar nicht, was wir machen sollten."

Den Felix Kids-Club hatte das Ehepaar Opitz 2012 als Angebot der freikirchlichen Gemeinde "Christen in Aktion" gegründet. Er wird ehrenamtlich geführt. In den Räumen an der Lüneschloßstraße 91 findet unter anderem an jedem Mittwoch von 15 bis 18 Uhr ein Aktionstag für Kinder und Jugendliche sowie Kleinkinder in Begleitung ihrer Eltern statt. Am morgigen Donnerstag ist der Club außer der Reihe von 12 bis 18 Uhr geöffnet.

(RP)
Mehr von RP ONLINE