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Solingen: Erste Schritte ins Leben nach der Schule

Solingen : Erste Schritte ins Leben nach der Schule

33 junge Leute unter 25 Jahren begannen gestern ihren einjährigen Bundesfreiwilligendienst bei der Stadt Solingen.

Fabian Heider ist 17 Jahre alt, in einem Jahr möchte er zur Bundeswehr gehen, doch bis es soweit ist, will er noch einiges für seine körperliche Fitness tun. So hat sich der Absolvent des Technischen Berufskollegs entschlossen, ein Jahr Bundesfreiwilligendienst seiner beruflichen Karriere vorzuschalten. Gestern trat er seine Stelle im Hausmeisterservice des Altenheimes Gerhard-Berting-Haus an. Zusammen mit 32 anderen Bundesfreiwilligen wurde Fabian Heider gestern im Rathaus von Jochen Welp begrüßt, dem Leiter Personal und Organisation der Stadt Solingen.

"Es gibt Termine, die machen so richtig Spaß", sagte Jochen Welp und blickte in die Runde jener jungen Menschen, die nun in den verschiedensten Bereichen der Solinger Verwaltung erste Einblicke ins Berufsleben nehmen und sich darüber hinaus fürs Allgemeinwohl engagieren wollen. Dafür bekommen die jungen Leute, die zwischen 16 und 25 Jahre alt sind, in der Regel ein Taschengeld von 330 Euro im Monat, haben Anspruch auf 28 Tage urlaub im Jahr und nehmen an fünf Weiterbildungsseminaren in Herdecke teil. Bei der Stadt Solingen sind sie unter anderem in Kindertagesstätten, Altenheimen, in der Notschlafstelle oder der Wilhelm-Hartschen-Schule, im Stadtarchiv oder beim Stadtdienst Natur und Umwelt eingesetzt. Alle Einsatzstellen sind vom Bundesamt für Familien und zivilgesellschaftliche Aufgaben anerkannt, wie dessen Vertreter Andreas Krumme gestern bei der Begrüßung der neuen Freiwilligen im Rathaus erläuterte.

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Bei der Stadt Solingen warten nun rund 2000 Kolleginnen und Kollegen auf die Bundesfreiwilligen. Jochen Welp erinnerte daran, dass aus dem letzten Jahrgang der Bundesfreiwilligen zwei eine Ausbildung bei der Stadt begonnen haben. "Die Stadt Solingen präsentiert sich den Bundesfreiwilligen so auch als potenzieller Arbeitgeber", sagte Jochen Welp.

Die neuen Bundesfreiwilligen haben zum größten Teil in diesem Jahr ihr Abitur gemacht, andere den Realschulabschluss oder den Abschluss an einem Berufskolleg. Aber auch junge Leute, die bereits eine Berufsausbildung abgeschlossen haben und keine Festanstellung bekamen, haben sich zum einjährigen Bundesfreiwilligendienst entschlossen.

Studieren oder nicht, welchen Studiengang wählen, die Gründe für das Jahr Freiwilligendienst sind bei vielen Anwärtern ähnlich. Auch Oskar Dallos überlegt noch, in welche berufliche Richtung es gehen soll. Seinen Bundesfreiwilligendienst absolviert er im Stadtarchiv. "Mal sehen, ob die Arbeit dort so eintönig ist, wie ich denke, dann weiß ich hinterher wenigstens, dass das für mich nichts ist", sagte der 18-Jährige gestern bei der Vorstellungsrunde im Sitzungssaal 102.

Viele der Jugendlichen wollen das Jahr nutzen, um die Arbeitswelt kennenzulernen, bevor sie an die Uni oder in eine Berufsausbildung gehen.

Fabian Heider hat schon einen Tag zur Probe im Gerhard-Berting-Haus gearbeitet und festgestellt, dass er es mit netten Kollegen zu tun haben wird. In seiner Freizeit will er dann an seiner körperlichen Fitness arbeiten, bevor es im Spätsommer 2015 dann zur Ausbildung bei der Bundeswehr geht.

(RP)