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Solingen: Erlebnistag in der Kita Hasseldelle

Solingen : Erlebnistag in der Kita Hasseldelle

Eltern, Freunde, Nachbarn und Interessierte hatte die städtische Kita Hasseldelle zum Einweihungsfest eingeladen. Nach dem Umbau sind helle, große, offene Räume und eine gemütliche Atmosphäre direkt am Wald entstanden.

"Das waren harte eineinhalb Jahre", erinnert sich Erzieherin Malgorzata Krenz von der Kindertagesstätte Hasseldelle. Eineinhalb Jahre musste die Kindertagesstätte nämlich ihren gewohnten Platz verlassen und in sechs Drei-Zimmer-Wohnungen in der Nähe unterkommen, damit die bisherige Einrichtung erneuert und ausgebaut werden konnte.

100 Kinder in Räumen, die normalerweise als Wohnungen genutzt werden – eigentlich kaum vorstellbar, doch Realität. "Und dann haben wir noch eine U 3-Gruppe dazubekommen", erinnert sich Erziehern Krenz, die schon seit 20 Jahren in der Hasseldelle tätig ist.

Aber die Unannehmlichkeiten sind jetzt vergessen, denn am Samstag wurde die "neue Hasseldelle" offiziell eingeweiht. Und dieses Familienzentrum hat es in sich: helle, große, offene Räume, eine rundum gemütliche Atmosphäre direkt am Wald. Viel Platz für die 105 Kinder und ihre 16 festen Betreuer sowie Honorarkräfte.

1,6 Millionen Euro investiert

Der De-facto-Neubau hat die Stadt Solingen 1,6 Millionen Euro gekostet, wie Oberbürgermeister Norbert Feith bei seiner Eröffnungsansprache sagte. "Das ist gut angelegtes Geld", so der OB. Dafür haben die Kinder aus vielen Ländern im Alter von zwei bis sechs Jahren nun alles, was sie sich in einer Kita nur wünschen können. Die städtische Einrichtung ist bereits seit vier Jahren als Familienzentrum zertifiziert und wurde jetzt turnusmäßig re-zertifiziert, so dass auch formal die Bezeichnung Familienzentrum bestätigt ist.

Leiterin Ursula Speckamp freute sich bei der Einweihung, dass alles so schön geworden sei und nun endlich die lange Bauphase vorüber sei. Und den Hauptpersonen des Tages, den Kindern selbst, scheint die neue Anlage, die auf der einen Seite einen großen Spielplatz hat und auf der anderen Seite zum Wald liegt, auch sehr gut zu gefallen. Denn sie sangen für die Besucher ein Lied, dessen Melodie ein Vater geschrieben hat – und Kita-Leiterin Speckamp mit Helfern den Text. Da war dann auch von der Bauzeit die Rede, und davon wie schön es jetzt in der neuen Hasseldelle sei.

Die Kinder konnten sich von Norbert Feith über einige Süßigkeiten freuen, die der Oberbürgermeister mitgebracht hatte. Dann ging es vor dem Buffet an einen Rundgang. Die einzelnen Gruppen, die Tier-Namen tragen, haben große Räume, die sie den Besuchern vorstellten.

Malgorzata Krenz' Gruppe, die "Flohgruppe", gilt auch als die Wald-Gruppe. Die Erzieherin nutzt jede Gelegenheit, mit den Kindern in den Wald zu gehen. Und was man so aus all den Dingen, die man im Wald finden kann, herstellen kann, zeigten sie und "ihre" Kinder am Samstag, nämlich wunderschöne Figuren. Doch nicht nur das, noch vieles andere wurde gezeigt, während eine Mutter ihre zwei Ponys mitgebracht hatte, auf denen die Hasseldellen-Kinder an diesem besonderen Tag reiten durften.

(RP)