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Solingen: Erfolgreiche Wintersaison im Ittertal ist zu Ende

Solingen : Erfolgreiche Wintersaison im Ittertal ist zu Ende

26 079 Besucher auf der Eisbahn sind ein überdurchschnittliches Saisonergebnis. Nur die hohen Kosten bereiten Sorge.

Wo vor kurzem noch die Kufen über die glatte Fläche glitten, haben sich vom Schmelzwasser inzwischen dicke Pfützen gebildet. "Wir haben am Sonntagabend die Kühlung ausgestellt", sagt Bernd Reinzhagen, Vorsitzender des Fördervereins Ittertal. Passend zu einem Wochenende, an dem sich viele Solinger in anderen Stadtteilen bereits dem Speiseeis zuwandten, zogen die Betreiber der Freizeitanlage einen Schlussstrich unter ihre Wintersaison - und ziehen eine erfreuliche Bilanz: 26 079 zahlende Besucher zogen in den Monaten seit Ende November die Schlittschuhe an - das sind 3700 mehr als im Durchschnitt. "Wir sind sehr zufrieden", kommentiert Reinzhagen das Ergebnis.

Zu den Höhepunkten des Winters gehörte einmal mehr die inzwischen schon fast traditionelle "Ice-Party", die das Ittertal gemeinsam mit Stadt-Sparkasse, AOK, Stadtwerken und dem Zephyrus Discoteam am 24. Januar ausrichtete. "Das war einfach genial", schwärmt Reinzhagen. Kalte Temperaturen und leichter Schneefall sorgten für die passende Atmosphäre - und bestätigten die Veranstalter in der Entscheidung, die ursprünglich für den 10. Januar geplante Feier witterungsbedingt um zwei Wochen zu verschieben. Den insgesamt guten Besucherzahlen konnte auch das frühlingshafte Intermezzo Mitte Januar nichts anhaben. Das war allerdings mit einem erhöhten Aufwand verbunden: "Wir hatten eine Woche ohne Eis und Einnahmen und mussten die Bahn komplett neu herrichten", berichtet Reinzhagen.

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Das war allerdings nicht das einzige Problem, mit dem die Mitarbeiter der Anlage zu kämpfen hatten: Sie mussten zum Beispiel einen defekten Reifen der Eismaschine ersetzen: "Und den gibt es nicht beim Händler für Autoteile", sagt der Vorsitzende des Fördervereins. Schlimmer noch: Einer der beiden für die Eisproduktion nötigen Kompressoren fiel aus und musste ersetzt werden. 20 000 Euro kostete ein neues Gerät - eine stattliche Investition, schließlich muss die Freizeitanlage komplett ohne öffentliche Zuwendungen auskommen. Und die Energiekosten sorgen ohnehin für Stirnrunzeln unter den Betreibern. "Wir arbeiten aber schuldenfrei", betont Bernd Reinzhagen.

Von nun an rüstet sich das Ittertal für den Frühlingsbetrieb - mit Basketball, Tischtennis, Beachsoccer, -handball und -volleyball. Den Auftakt der Sommersaison wird auch in diesem Jahr das Sponsorenturnier der TSG Volleys am 1. Mai bilden. Voraussichtlich am Pfingstwochenende in der zweiten Maihälfte soll das Freibad wieder öffnen.

(ied)