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Endspurt bei Bauarbeiten in Solingen-Unterburg

Hochwasserschutz am Eschbach : Endspurt bei Bauarbeiten in Solingen-Unterburg

Bis Ende des Jahres soll der Hochwasserschutz für Unterburg endgültig fertiggestellt sein. Zurzeit wird die Fischtreppe gebaut. Die Behelfsbrücke zum Mühlendamm ist bereits verschwunden. Ob für sie Ersatz kommt, ist noch offen.

Die Fische müssen sich noch ein wenig gedulden. Aber lange dürfte es wohl nicht mehr dauern, bis die Tiere im Eschbach ganz nach Herzenslust hin- und herschwimmen können. Denn nachdem der zuständige Wupperverband die über Jahre laufenden Arbeiten für einen verbesserten Hochwasserschutz in Unterburg mittlerweile so gut abgeschlossen hat, gehen inzwischen  auch die begleitenden Maßnahmen – darunter der Bau einer sogenannten Fischtreppe – auf die Zielgerade.

„Unser Ziel ist es bis Ende des Jahres fertig zu sein“, sagte der beim Verband für die Arbeiten zuständige Projektleiter Patrick Vondung am Donnerstag. So gilt es zum Abschluss unter anderem, die Straße Mühlendamm wieder herzustellen, über die während der Gesamtmaßnahme ein nicht unerheblicher Teil des Baustellenverkehrs abgewickelt worden war und die nun dementsprechend ausgebessert werden muss.

Die Fischtreppe ist in wenigen Wochen fertiggestellt. Durch sie können sich Fische und Kleinstlebewesen bergauf bewegen. Foto: Martin Oberpriller

Dabei haben sich die Unterburger schon seit dieser Woche von einem in der Zwischenzeit durchaus lieb gewonnenen Provisorium verabschiedet. Die Behelfsbrücke am nördlichen Ende des Mühlendamms wurde am Mittwoch abgebaut. Wobei einstweilen unklar bleibt, inwieweit eines Tages ein Ersatz für diese Eschbach-Querung geschaffen wird.

Tatsächlich hatte die CDU in Burg/Höhscheid eine solche Option vor einigen Wochen ins Spiel gebracht, nachdem sich Anwohner des Mühlendamms zuvor aufgrund der damit verbundenen Vorteile für eine dauerhafte Brückenlösung am Ende ihrer Straße ausgesprochen hatten. Anregungen, die von der CDU in der Bezirksvertretung Burg/Höhscheid aufgenommen wurden und schließlich in einem Prüfauftrag an die Verwaltung mündeten.

Ein Argument für eine zusätzliche Brücke über den Eschbach in Unterburg geht dahin, dass auf diese Weise die Sicherheit der Bewohner erhöht werden könnte. Denn für Fahrzeuge der Müllabfuhr oder auch für Kranken- und Rettungsfahrzeuge gestaltet sich die Anfahrt zum Mühlendamm in vielen Fällen schwierig.

Eine zweite Ausfahrtmöglichkeit für den Mühlendamm, wie sie bis zu dieser Woche durch die Behelfsbrücke bestanden hatte, würde jedenfalls großen Lastwagen die heute noch notwendigen Wendemanöver ersparen. Von daher können sich die Christdemokraten im Stadtbezirk mit einem neuen Brückenschlag an der bisherigen Stelle der Behelfsbrücke als direkte Verbindung zur Eschbachstraße anfreunden. Frühestens in der Dezember-Sitzung der Bezirksvertretung Burg/Höhscheid wird die Stadtverwaltung das Ergebnis des Brücken-Prüfauftrages präsentieren.

Ein Zeitpunkt, zu dem die eingangs erwähnte Fischtreppe fertiggestellt sein dürfte. Bei dem Aufstieg handelt es sich um eine Ausgleichsmaßnahme für die sonstigen am Eschbach vorgenommenen Eingriffe in die Natur. Die Treppe wird sich nach dem Abschluss der Arbeiten auf einer Länge von rund 70 Metern im Bachbett erstrecken und den Kiementieren sowie weiteren Kleinstlebewesen im Wasser das Fortkommen gegen die Stromrichtung ermöglichen.

Allein für diesen Teil des Gesamtprojekts „Hochwasserschutz am Eschbach“ sind etwa 300.000 Euro vorgesehen. Insgesamt belaufen sich die Kosten der Maßnahme auf einen Betrag in Höhe von 14,5 Millionen Euro, die wiederum zu 80 Prozent vom Land NRW übernommen werden. Parallel zu den seit mehreren Jahren laufenden Arbeiten für einen besseren Hochwasserschutz in Unterburg wurde seitens der Stadt Solingen die Ortsdurchfahrt erneuert.