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Solingen: Elektroauto - gratis tanken bei Stadtwerken

Solingen : Elektroauto - gratis tanken bei Stadtwerken

Die Stadtwerke Solingen wollen die Verbreitung von Elektroautos weiter voranbringen. Dazu eröffneten gestern die beiden Geschäftsführer, Andreas Schwarberg und Conrad Troullier, offiziell die erste öffentliche Ladestation der Stadtwerke auf dem Kundenparkplatz der Zentrale an der Beethovenstraße. Bis zum Ende des Jahres können Besitzer von Elektroautos dort gratis auftanken.

Die Menge der in Solingen gemeldeten Elektroautos ist noch sehr übersichtlich. Nach Angaben der Stadtwerke sind es insgesamt 14. Hinzu kommen zwei Fahrzeuge der Stadtwerke — ein Citröen und ein Mia, die sich gestern zu Demonstrationszwecken die neue Ladestation mit zwei Anschlüssen teilten. Zwischen drei und fünf Stunden dauert der Ladevorgang, neuere Modelle wie der Elektro-Smart schaffen es inzwischen bereits in einer Stunde. Die Reichweite einer Batteriefüllung beträgt rund 150 Kilometer. "Wir wollen das Thema Elektro-Mobilität in Solingen voranbringen", sagt Schwarberg. Dazu gehört auch, eine entsprechende Infrastruktur aufzubauen. Die E-Tanksäule auf unserem Kundenparkplatz ist dabei ein erster Baustein." Natürlich wird das Angebot nicht gratis bleiben. Gemeinsam mit externen Anbietern entwickeln die Stadtwerke ein Abrechnungssystem, bei dem Ladesäule und Fahrzeug per Code erkannt werden. Eine SMS-Sendung an ein Call-Center sorgt dafür, dass die Ladesäule für den Kunden freigeschaltet wird. Zug um Zug sollen weitere Elektro-Tankstellen entstehen, damit der Kunde nicht nur in der Garage, sondern auch unterwegs nachladen kann.

"Das Elektroauto ist ideal für Fahrten in der Stadt", sagt Conrad Troullier, der als Geschäftsführer für die Verkehrsbetriebe zuständig ist. Gemeinsam mit den beiden Solinger Car-Sharing-Anbietern will er Elektroautos an zentralen Verkehrsknotenpunkten etablieren, so dass etwa Berufspendler, die über die Schiene nach Solingen gelangen, dann für das letzte Stück aufs Elektroauto umsteigen, um zur Arbeit zu kommen. Strom für drei bis vier Euro benötigt das Elektromobil auf 100 Kilometer, dafür sind die Anschaffungskosten etwa für den Elektro-Smart mit 23 000 Euro weiterhin deutlich höher als für einen Benziner (13 000 Euro).

(RP/jco)