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Kommentar: Eine Sache des Ermessens

Kommentar : Eine Sache des Ermessens

Die jungen Leute, die am Wochenende diesen massiven Polizeieinsatz erlebten, waren nur zu acht. Keine jugendlichen Hitzköpfe, alle bereits Ende 20 bis Mitte 30, alle im Studium oder auch bereits erfolgreich im Beruf.

Sie verstehen nicht, warum die Polizei so massiv reagierte, mit sechs Streifenwagen vorfuhr, Handfesseln und Schlagstöcke einsetzte. Die Polizei handelte innerhalb ihres Ermessensspielraums. Deshalb wird es wohl vonseiten der jungen Leute auch keine Anzeigen geben, sondern allenfalls Dienstaufsichtsbeschwerden. Um die, so hat eine Polizeisprecherin versichert, kümmere sich die Polizeipräsidentin oder ein Stellvertreter selbst, mache sich ein Bild. Den Jugendlichen mag das ein Trost sein. Ihre Fassungslosigkeit bleibt. (aki)

(RP)