Ein Frühjahrsputz für Ohligs

Solingen: Ein Frühjahrsputz für Ohligs

Die Immobilien- und Standortgemeinschaft will in diesem Jahr rund um die Düsseldorfer Straße rund 72.000 Euro investieren.

Im Stadtteil tut sich etwas. Nicht nur die Zukunft des Olbo-Geländes scheint geklärt, auch die Immobilien- und Standortgemeinschaft (ISG) hat Anfang des Jahres ihre Arbeit aufgenommen. 2018 stehen rund 72.000 Euro für Investitionen zur Verfügung. Das Hauptaugenmerk liegt dabei auf dem Erarbeiten nachhaltiger Konzepte und dem Dialog mit den 104 Immobilieneigentümern im ISG-Gebiet.

"Damit investieren wir 2018 knapp drei Viertel der Summe, die uns jährlich zur Verfügung steht", erklärt ISG-Geschäftsführerin Gloria Göllmann. Angelegt ist das Projekt auf fünf Jahre. Das Gesamtbudget beträgt 584.000 Euro. Es ergibt sich aus Mitgliedsbeiträgen der Eigentümer rund um die Düsseldorfer Straße. "Deshalb ist uns der Dialog sehr wichtig. Letztendlich bezahlen sie die Maßnahmen", sagt Göllmann.

Die erste Eigentümerversammlung des Jahres fand in diesen Tagen statt. Mit Blick auf die Pläne für die kommenden Monate habe es der 48-Jährigen zufolge "wenig Gegenwind" gegeben. Im Februar möchte sie den Wochenmarkt in den Blick nehmen: "Der Markt muss als wichtiger Treffpunkt unbedingt erhalten bleiben." Deshalb fließen rund 2000 Euro in ein Konzept, das seine Position stärken soll. Die ersten sichtbaren Veränderungen gibt es voraussichtlich Anfang März. "Wir wollen Ohligs so herausputzen, dass man ein Bewusstsein dafür bekommt, wie es hier in Zukunft aussehen könnte", skizziert Göllmann die Idee eines Frühjahrsputzes.

Dabei soll es nicht nur um Plastiktüten oder Zigarettenstummel auf dem Boden gehen - auch Probleme mit Tauben, Graffiti oder Kaugummis werden angegangen. 3500 Euro stehen zur Verfügung, um mit verschiedenen Anbietern Lösungen zu finden. Außerdem wird ab Mitte des Jahres ein geringfügig Beschäftigter kleine Hausmeisterarbeiten entlang der Fußgängerzone übernehmen.

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Auf Göllmann warten große Kommunikationsaufgaben. Sie erarbeitet eine Gestaltungssatzung. Diese sieht vor, dass Händler entlang der Düsseldorfer Straße mit ihren Tischen, Stühlen oder Schirmen im Außenbereich ein einheitliches Bild abgeben. Als Mitglieder der ISG sind sie verpflichtet, sich an diese Satzung zu halten - für Teile der Kosten müssen sie selbst aufkommen. "Wir übergehen niemanden", betont Göllmann und kündigt Workshops und intensive Gespräche an. Die Satzung zu erarbeiten, nimmt einige Zeit in Anspruch - voraussichtlich tritt sie Anfang 2019 in Kraft.

Zudem sollen im zweiten Quartal leere Ladenlokale verschönert und mit einer einheitlichen Schaufenstergestaltung, die auf Ansprechpartner hinweist, aufgewertet werden. Weitere Ziele für 2018: die Entwicklung eines Leitbilds für das Stadtteilzentrum und eine Kampagne, die Ohligs' Stärken hervorhebt. Im Zuge dessen ist eine Veranstaltung geplant, um die Händler gegen die Online-Konkurrenz zu rüsten.

"2019 sind größere Investitionen geplant", verrät Göllmann. Die ISG wolle die Entwicklungen rund um den Markt abwarten und Investitionen gemeinsam mit der Stadt koordinieren. Dabei gehe es etwa um Beschilderung, ein Beleuchtungskonzept oder die Fassadengestaltung. "Ich bin zuversichtlich, dass wir in Ohligs Aufwind bekommen."

(RP)
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