Solingen: Ein Brückenschlag zur Nordbahntrasse

Solingen: Ein Brückenschlag zur Nordbahntrasse

Die Auftragsvergabe für die beiden Brücken an der Korkenziehertrasse an der Carl-Ruß-Straße und der Wuppertaler Straße steht kurz bevor, da kündigt sich bereits ein weiterer Brückenschlag am Ende der Trasse in Gräfrath an: nach Wuppertal als Anbindung zur Nordbahntrasse. Heute wird der Projektleiter der Korkenzieherbahn, Artur Pach, in der Nachbarstadt ein Gespräch mit der „Wupperbewegung“ führen, um die Chancen für eine Anbindung auszuloten. „Wir müssen sehen, ob wir eine Wegeführung finden und den Anschluss schaffen können“, erklärte Pach.

Die Nordbahntrasse in Wuppertal soll zu einen Fuß- und Radweg reaktiviert werden. Dafür hat die „Wupperbewegung“ unter der Leitung von Dr. Carsten Gerhardt schon fleißig Sponsorengelder gesammelt. Rund 2,1 Millionen Euro sind in der Kasse.

Für Gerhardt eine Entwicklung, die er sich in seinen kühnsten Träumen nicht hatte vorstellen können. Im Februar 2006 hatten 18 Wuppertaler einen Traum, mittlerweile stießen viele hunderte Interessierte hinzu. So zählt der Verein mittlerweile über 1000 Mitglieder.

Bei der heutigen Sitzung, die im Gerhardtschen Wohnzimmer stattfindet, soll ein Masterplan besprochen werden. Denn die Zeit drängt. Da die Stadt Wuppertal nicht in die Pötte kam beim Stellen des EU-Förderantrags, will das der Verein nun in Eigenregie machen. Dafür ist aber nur noch bis Ende Mai Zeit.

Für die Anbindung der beiden Trassen haben die Wuppertaler schon Vorstellungen. Auf einer alten Eisenbahntrasse, die sowohl durch eine Kleingartenanlage als auch durch ein Waldstück führt. Auch das Passieren der Autobahn sei kein Problem. Unter der A 46 führe ein alter Tunnel durch, so Gerhardt. Und dann steht irgendwann einer Rad-Tour von Solingen bis nach Hattingen nicht mehr im Wege, so der Vereinsvorsitzende.

(RP)