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Solingen: Durchs Treppenhaus gerettet

Solingen : Durchs Treppenhaus gerettet

Angesichts der Rauchentwicklung beim Kellerbrand eines Mehrfamilienhauses an der Katternberger Straße brachte die Feuerwehr mehrere Bewohner in Sicherheit. Die Brandursache ist wohl ein technischer Defekt.

Schon der zweite Kellerbrand in nicht einmal einer Woche; und das Feuer ist in beiden Fällen am Abend ausgebrochen. Gottlob sind auch diesmal die Bewohner des Mehrfamilienhauses an der Katternberger Straße mit dem Schrecken davon gekommen. Wegen der Rauchentwicklung mussten mehrere Personen am vorgestrigen Montag von der Feuerwehr durchs Treppenhaus gerettet und in Sicherheit gebracht werden.

Das Feuer, das die Einsatzkräfte schnell unter Kontrolle brachten, ist in einem stillgelegten Sauna-Raum des Wohnhauses an der Katternberger Straße in Höhscheid ausgebrochen.

Ein Glück, den Kellerbrand in der achtgeschossigen Seniorenwohnanlage der evangelischen Kirchengemeinde Wald an der Wiedenhofer Straße am Dienstagabend in der vergangenen Woche hatte die Feuerwehr ebenfalls schnell unter Kontrolle bringen können. Nach zweieinhalb Stunden konnten alle Senioren bereits in ihre Wohnungen zurückkehren (wir berichteten). Nach den Worten von Polizeisprecher Alexander Kresta wird hier inzwischen in Richtung Brandstiftung ermittelt. Abschließende Ergebnisse würden aber noch nicht vorliegen, teilt er gestern unserer Zeitung mit.

Besteht bei dem Kellerbrand an der Katternberger Straße ebenfalls Verdacht auf Brandstiftung? "Die Ermittlungen der Kripo zur Brandursache und zur Schadenshöhe dauern an", berichtet die Polizei. "Wir ermitteln zunächst in alle Richtungen", erklärt Kresta. Die Brandsachverständigen prüfen bei den Untersuchungen zur Brandursache also einen technischen Defekt wie beispielsweise einen Kurzschluss, aber sie werden bei ihren Überprüfungen die Möglichkeit einer Brandstiftung — so wie stets — ebenfalls nicht ausschließen. Polizeisprecher Kresta: "Brandermittlungen sind immer sehr akribische Untersuchungen. Das beansprucht viel Zeit."

Bei der Frage, ob es sich um Brandstiftung handeln könne oder nicht, muss man nach den Worten von Feuerwehrchef Frank-Michael Fischer sehr vorsichtig sein. Hier gelte es die Untersuchungen der Brandsachverständigen abzuwarten, sagt Fischer.

Nach seiner ersten Einschätzung ist bei dem Brand im Keller des Mehrfamilienhauses an der Katternberger Straße vorsätzliche Brandstiftung aber wohl auszuschließen. Vielmehr könne es sich eventuell um einen technischen Defekt im Bereich der stillgelegten Sauna handeln. Jedenfalls dürfte sich der Sachschaden vergleichsweise in Grenzen halten. Gegen 20 Uhr am Montagabend war das Feuer dort ausgebrochen. Anwohner bemerkten eine starke Rauchentwicklung und alarmierten die Feuerwehr.

Wenn auch die Einsatzkräfte die Flammen selbst mit einem Strahlrohr schnell unter Kontrolle bringen konnten, war das Gebäude nach den Löscharbeiten wegen der starken Verrußung sowie des Brandrauchs zunächst nicht mehr bewohnbar. "Wir haben den Anwohnern empfohlen, in der Nacht nicht im Gebäude zu übernachten", berichtet Frank-Michael Fischer.

Die Feuerwehr setzte zwei Belüftungsgeräte ein.

(OTS)