Dürpelfest – Spaß für alle Generationen

Volksfest in Solingen : Dürpelfest – Spaß für alle Generationen

Kindertanzgruppen und Rockbands geben sich am letzten Mai-Wochenende auf den Ohligser Bühnen die Klinke in die Hand. Dazu locken flotte Fahrgeschäfte, kühle Getränke und warme Speisen.

Die Zahlen lesen sich eindrucksvoll: Einen Kilometer lange Wasserschläuche, eine genauso lange Stromleitung, über 100 Schilder, mehr als 300 Arbeitsstunden für die Sicherheitsdienste – und (wenn es gut läuft) bis zu 100.000 Gäste wird es im Herzen von Ohligs beim traditionellen „Dürpelfest“ geben. Das versetzt den Stadtteil am kommenden Wochenende von Freitag, 24. bis Sonntag, 26. Mai, erneut in den Ausnahmezustand.

„Es ist eine Materialschlacht“, sagt Projektleiterin Gloria Göllmann – und spielt damit auch auf den naturgemäß hohen Bedarf an Trinkbechern für die ausgelassen feiernde Menge an: 20.000 Mehrwegbecher geben die zahlreichen Getränkebuden aus. Bis zu 3000 davon ­landeten in den Vorjahren im Müll – eine Verschwendung, die bald der ­Vergangenheit angehören soll. Mit dem Banner „Mensch, Mein Weg – Mehrweg“ werben Stadt und Veranstalter bei den Besuchern um ­Müllvermeidung – und praktizieren sie auch selbst: Kleinstverpackungen gehören auch an den Imbissständen der Vergangenheit an. „Wir wollen Beteiligte und Ausrichter mitnehmen“, sagt Ariane Bischoff, Solingens Beauftragte für Nachhaltigkeit.

Der Freude der Festbesucher dürfte der gewissenhaftere Umgang mit Verpackungen ohnehin keinen Abbruch tun. Sie werden sich wieder in großen Scharen an den Bier- oder Imbissständen ihres Vereins treffen, Wein oder Cocktails genießen, mit Pizza, Champignons, Crepes oder Grillwurst über die Fußgänger­zone schlendern – und vor den ­Musikbühnen ihrer Wahl Halt machen. Fünf davon gibt es wieder einmal. Und dort sollen knapp 50 Gruppen eine große Bandbreite garantieren.

Auf der unteren Düsseldorfer Straße „Im Süden von Ohligs“ ist am Freitag zum Beispiel mit Saxofonist Sir Waldo Weathers, „The Pope of Funk“, ein Interpret zu Gast, der einst in James Browns Band spielte. „See You“ am Freitag und „Der letzte Schrei“ am Samstag und Sonntag bespielen wie gehabt die Grünstraße. An der Wittenbergstraße tritt am Samstagmittag „Der singende Koch aus Hilden“, Albion Casaluci, auf. Und am Bremsheyplatz erwartet die Musikfreunde am Samstagabend die Udo-Lindenberg-Tribute-Show „Udopia“.

Aber auch den jungen und ganz jungen Künstlern wollen die Veranstalter von der Ohligser Werbe- und Interessengemeinschaft (OWG) Raum geben. So tritt zum Beispiel Singer-/Songwriterin Leonora aus dem Proberaumhaus „Monkey’s“ am Sonntagnachmittag am Bremsheyplatz auf. Zudem steht Tanz, von den Himmelsfunken über Xperience bis zu Art of, auf dem Programm. Und im Umfeld des Marktes winkt den Gästen, wie es sich für das Dürpelfest gehört, im Schein tausender funkelnder Lichter ein bisschen Kribbeln im Bauch: Kirmes-Organisator Günter Darmann hat für den Markt-Platz das effektvolle Großkarussell „Voodoo Jumper“ mit seinen auf und ab hüpfenden Gondeln gewonnen. An der Lennestraße geht es auf der Schiffsschaukel „The Real Nessy“ wieder hoch hinaus.

Eine Neuheit des vergangenen Jahres hat sich bewährt: Die OWG selbst bewirtet an ihrem Getränkestand auch in diesem Jahr wieder die Gäste. „Beim letzten Mal hat es sehr viel Spaß gemacht“, sagt Frauke Pohlmann vom OWG-Vorstand. Entsprechend viele freiwillige Kräfte hätten sich für den Dienst in einer Woche gemeldet.

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