Solingen: Ditib will Schwimmbetrieb im Birkerbad erhalten

Solingen : Ditib will Schwimmbetrieb im Birkerbad erhalten

Die türkisch-muslimische Ditib-Gemeinde denkt darüber nach, das Birkerbad für ihre eigenen Sportvereine zu nutzen. "Das Stadtbad sollte als solches erhalten bleiben", sagte am Mittwoch eine Sprecherin des Ditib-Vorstandes. So gebe es Überlegungen seitens der Gemeinde, den Schwimmbetrieb in dem denkmalgeschützten Bau aufrecht zu erhalten. Eine endgültige Entscheidung darüber sei aber noch nicht gefallen. "Das muss noch in der Gemeinde besprochen werden", sagte die Sprecherin.

Vom Tisch sind hingegen wohl Pläne, eine Moschee im Birkerbad einzurichten. Zwar sind die Raumverhältnisse im augenblicklichen Moschee-Standort an der Kasernenstraße beengt. Und tatsächlich besichtigte der Ditib-Vorstand bereits das Birkerbad. "Doch eine Moschee wird es dort nicht geben", so die Ditib-Sprecherin am Mittwoch. Vielmehr stünden verschiedene andere Objekte zur Auswahl. Eine Entscheidung über einen neuen Standort sei aber ebenfalls noch nicht getroffen worden, betonte die Sprecherin.

Sie unterstrich, die Initiative zur Besichtigung des alten Hallenbades durch die Ditib-Verantwortlichen sei vonseiten der Stadt ausgegangen. "Die Stadt hat uns vorgeschlagen, wir sollten uns das Gebäude anschauen", sagte die Sprecherin. Sie bewertete dies als Vertrauensbeweis des Rathauses gegenüber Ditib: "Wir sind sehr stark in der Integrationsarbeit engagiert."

Sollte Ditib den Badebetrieb im Birkerbad weiter ermöglichen, könnten hierfür gegebenenfalls Fördergelder des Landes fließen. Im Falle einer Übernahme des Bades durch die Gemeinde wäre allerdings Eile geboten. Denn die Fördersumme in Höhe von 3,6 Millionen Euro steht möglicherweise nur noch bis Ende dieses Jahres zur Verfügung. Dies teilte Stadtdirektor Hartmut Hoferichter am Montagabend im Planungsausschuss mit.

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Noch am Montag hatte sich ein weiterer Kaufinteressent aus Solingen die Immobilie angeschaut. Das berichtete Ronald Krause-Walter vom städtischen Liegenschaftsmanagement den Planungspolitikern.

(RP/ac)