Lokalsport: DITIB verteidigt die Tabellenspitze

Lokalsport : DITIB verteidigt die Tabellenspitze

Fußball-Bezirksliga: 3:0-Heimsieg gegen den DSV 04. VfB büßt mit einem 0:3 gegen Eller den zweiten Platz ein.

Am Sonntagnachmittag stand auf den vier Kilometer Luftlinie entfernten Fußballplätzen Bavert und Weyersberg eine Frage im Fokus: Würden die Bezirksligisten VfB Solingen und SV DITIB Solingen die Doppel-Führung an der Tabellenspitze verteidigen können? Ein seit vielen Jahren ungewohntes Bild, das dann auch rasch sein Ende fand. Denn die Antwort lautete: Es gelang nicht. Denn während Spitzenreiter SV DITIB seine Hausaufgaben beim 3:0 (1:0) gegen Lierenfeld wie gewünscht erledigte, biss sich der VfB am TSV Eller die Zähne aus. Mit 0:3 (0:1) unterlag die Elf von Sahin Sezer: "Wir haben verdient verloren, Eller hat verdient gewonnen."

Der VfB ist nun Sechster, DITIB mit zwei Punkten Vorsprung auf die SG Unterrath weiter Erster. Das passt perfekt: Denn ausgerechnet nach Unterrath reist DITIB am kommenden Sonntag. Die beiden Heimspiele des Spitzen-Duos diese Woche hatten währenddessen eins gemein: Das jeweilige 3:0 fiel zu hoch aus.

Am Weyersberg setzte sich DITIB letztlich klar durch: Yasin Sahin vor der Pause sowie Habib Daff und Shanthushan Srikanthan in den letzten zehn Minuten besorgten allerdings einen Erfolg, der ungefährdeter klingt, als er es war. Aufsteiger Lierenfeld bot ein facettenreiches Spiel. Vor der Pause stellte die ultradefensive Ausrichtung der Düsseldorfer die Hausherren vor Probleme. Der Distanzkracher von Sahin gab beim Pausenplausch die Hoffnung, die veränderte Ergebnislage könnte das Spielgeschehen nun deutlicher zugunsten DITIBs verlagern.

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Was sich allerdings vorrangig änderte, war die Spielanlage Lierenfelds, das dann bewies, auch nach vorne spielen zu können. Eine ganze Weile lag das 1:1 eher in der Luft als das erlösende 2:0 - ein Gäste-Lattentreffer inklusive. Doch als Sahin, der im Eins-gegen-Eins bis dahin ungewohnt erfolglos war, per Dribbling und Passspiel mit Davide Lo Martire endlich mal Stürmer Daff in Abschluss-Szene setzen konnte, fiel nach 80 Minuten prompt das 2:0. DITIB, in der Offensive gewiss für jeden Gegner eine große Gefahr, legte durch Srikanthan sogar noch das 3:0 nach und verteidigte die Tabellenführung.

Die Eindrücke nach sieben Spielen mit sechs Siegen: Sicherlich hat DITIB das Potenzial, weiter ganz oben mitzumischen. Vor allem, da es keine Übermannschaft gibt - auch nicht DITIB selber, das defensiv noch deutlich sattelfester werden muss, wenn die gestiegene Erwartungshaltung bedient werden soll. Trainer Necmettin Gül: "Wir müssen sehen, dass wir aus der Qualität konstant Kapital schlagen. Die Mannschaft ist ein bisschen zu ungeduldig, wir müssen die Situationen aber bis zum Ende spielen. Da müssen wir besser werden." Bei DITIB wissen sie: Defensive Gegner werden noch einige folgen.

Am Bavert hatte der VfB derweil ordentlich an dem Rückstand nach 16 Minuten zu knabbern. Bis weit in die Schlussphase drängten die Hausherren auf zumindest einen Punkt - dabei sprangen aber viel zu wenige klare Chancen heraus. Ohne Nikola Aleksic (einmalige Urlaubs-Abwesenheit) oder den früh verletzten Ennio Orsillo fehlte es an Kreativität, wie Trainer Sezer bemängelte: "Wir haben Druck gemacht, Eller hat die Situationen aber gut gemeistert."

Die obligatorische Wendung: In den letzten Minuten erhöhten die gut organisierten und konterstarken Gäste aus Eller auf den 0:3-Endstand aus VfB-Sicht - zu hoch, aber verdient. Wie am Weyersberg.

(RP)
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