Solingen: Die unendliche Geschichte um O-Bus 683

Solingen : Die unendliche Geschichte um O-Bus 683

Mitte Mai war der neue Bahnhofsvorplatz in Vohwinkel eröffnet worden, die neue Endhaltestelle konnte trotzdem nicht angefahren werden. Jetzt gibt's Grünes Licht: Der Fahrplan sieht am Montag, 4. August, die erste Ankunft vor.

Traditionell im Dezember werden jedes Jahr die Fahrpläne von öffentlichen Verkehrsmitteln angepasst. "Als wir damals das neue Fahrplan-Buch veröffentlicht haben, waren wir guter Dinge gewesen, dass der O-Bus 683 ab Frühjahr seinen neuen Linienweg fahren würde", sagt Silke Rampe, Sprecherin der Stadtwerke Solingen. Deshalb sind auch zwei Versionen abgedruckt. Eine aktuelle mit der Endhaltestelle Schwebebahnhof, eine weitere modifizierte mit dem Endziel Vohwinkel Bahnhof.

Am 13. Mai hätte es so weit sein können, als der umgebaute Vorplatz von Wuppertals Oberbürgermeister Peter Jung offiziell eingeweiht wurde. Eine andere Großbaustelle an der Kaiserstraße allerdings verhinderte, dass die Linie 683 ihr neues Ziel ansteuern konnte. "Alle Busse konnten ab diesem Zeitpunkt dorthin fahren, nur wir aus Solingen nicht", erklärt Silke Rampe. Stattdessen nahmen die O-Busse eine umständliche Umleitung am Betriebshof der Schwebebahn entlang, um zurück auf die Gräfrather Straße zu gelangen.

Ende Juni sollten die Bauarbeiten am Kaiserplatz abgeschlossen sein. Freie Fahrt bedeutete das immer noch nicht. Aus dem Rathaus der Stadt Wuppertal war die Anfrage gekommen, ob die SWS die Fahrplan-Umstellung nicht noch einmal verschieben könnten. Entgegen ursprünglich anderer Planungen hatte sich das Ressort Straßen / Nahverkehr entschieden, die alte Ladenzeile am Vohwinkeler Bahnhof nun doch abzureißen, um Raum für Wartehäuser zu schaffen. Damit aber war kein Platz mehr für die SWS-Busse, weil die Fahrzeuge der Wuppertaler Stadtwerke beziehungsweise der Rheinbahn irgendwohin ausweichen mussten.

Am kommenden Montag, 4. August, soll die unendliche Geschichte um O-Bus 683 endlich zu Ende gehen. Die erste Ankunft ist laut Fahrplan um 4.57 Uhr vorgesehen, die erste Abfahrt um 4.59 Uhr. "Die Gräfrather und Vohwinkeler haben lange genug darauf gewartet", sagt Silke Rampe. Die Grundidee gebe es schließlich schon seit den siebziger Jahren. Lange Zeit war die Umsetzung an den technischen Möglichkeiten gescheitert. Weil die Bahnbrücken in Vohwinkel zu niedrig sind, ist es nicht möglich, hier Oberleitungen zu installieren.

Ab kommender Woche werden die Führungsstangen der O-Busse am Schwebebahnhof abgekoppelt, für den Rest der Strecke wird der Dieselmotor in Betrieb genommen. Nach dem gleichen Prinzip ist im Übrigen auch die Strecke in der Gegenrichtung von der Wendeplatte in Burg bis Burger Bahnhof verlängert worden. Von der neuen Endhaltestelle aus nimmt die Linie 683 den gleichen Weg über den Schwebebahnhof wieder zurück, weswegen die Haltestelle Kaiserstraße außer Betrieb genommen wird und die Haltestelle Rubensstraße in Fahrtrichtung Solingen schon jetzt verlegt worden ist.

(RP)
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