Die Solinger Schauspieler Marina Welsch und Michael Lesch treffen sich in Thailand

Marina Welsch besucht Michael Lesch : Schauspieler-Treffen in Thailand

Marina Welsch besuchte ihren Theaterkollegen Michael Lesch und dessen Ehefrau Christina in deren Wahl-Heimat auf Phuket.

Eine ihrer Produktionen bringt Schauspielerin Marina Welsch besonders ins Schwärmen: „Love Letters“ – die szenische Lesung von Albert Ramsdell Gurney, in dem zwei Menschen sich über 50 Jahre hinweg Briefe schreiben, aber letztlich doch nie wirklich zusammenfinden. In den Jahren 2016 und 2017 spielte die Wahl-Solingerin das Stück unter anderem im Gräfrather Kammerspielchen an der Seite von Lokalmatatdor Michael Lesch, der auch Regie führte. „Für mich waren das immer noch mit die schönsten Vorstellungen, die ich je gespielt habe“, sagt Welsch. Und die Idee zu einer Neuauflage lässt sie nicht los – zumal sie mit Lesch und dessen Ehefrau Christina, ihrer früheren Agentin, eine enge Freundschaft verbindet.

Anfang des Monats stattete Welsch dem Ehepaar einen Besuch ab – und nahm dafür eine weite Reise auf sich: Denn die Leschs leben seit 2017 auf der thailändischen Insel Phuket. „Viele Leute haben sich nach ihm erkundigt“, erzählt Marina Welsch. Denn um Lesch, der der breiten Öffentlichkeit unter anderem als TV-Ermittler Martin Riemann aus der Serie „Der Fahnder“ bekannt ist, war es zuletzt ruhiger geworden. „Es geht ihm wirklich gut“, weiß Welsch über den inzwischen 62-Jährigen zu berichten, der um die Jahrtausendwende eine Krebserkrankung überstand. Etwas zurückgezogen in einem Waldstück lebe das Ehepaar Lesch auf der thailändischen Insel – „außerhalb der tsunami-gefährdeten Zone“, wie Welsch erklärt.

In der Wahl-Heimat habe der Solinger Mime längst Anschluss gefunden, Golf-Turniere gewonnen – und sich zu einem „wunderbaren Touristguide“ entwickelt. Dem Gast aus seiner Geburtsstadt zeigte Lesch die Sehenswürdigkeiten der Insel und berichtete allerlei Wissenswertes über Thailand. Für Welsch war es der zweite Besuch im südostasiatischen Staat, dessen Monarch zu den reichsten der Welt zählt: „Vor vielen Jahren war ich schon einmal in Bangkok“.

Ende voriger Woche kehrte die Künstlerin zurück nach Deutschland. Derzeit ist die 53-Jährige wieder auf der Bühne zu sehen – das Stück „Drei Mal Leben“ von „Der Gott des Gemetzels“-Autorin Yasmina Reza feiert im Düsseldorfer Theater an der Luegallee seine Wiederaufnahme. Und auch eine Neuauflage von „Love Letters“ in Thailand ist durchaus möglich – auf der Terrasse der Leschs bei Einbruch der Dunkelheit. „Ich würde gerne wieder dorthin reisen“, sagt Welsch. Ob Michael Lesch, den sie zu ihren „Lieblingskollegen“ zählt, eines Tages zurückkehrt, steht aktuell in den Sternen. „Ich kann verstehen“, sagt Welsch, „dass er das Leben unter Palmen vorzieht, bis ein spannendes Projekt ihn wieder nach Deutschland lockt.“

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