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Ansichtssache: Die schönen Dinge der Stadt nicht schlechtreden

Ansichtssache : Die schönen Dinge der Stadt nicht schlechtreden

Zwar ist längst nicht alles Gold, was glänzt. Doch Solingen hat eine Menge zu bieten und Vorzüge, um die uns andere Städte beneiden.

Der Solinger an sich nörgelt gern. Das ist bekannt. Und er stellt gerne das Negative als das Positive in den Vordergrund. Statt sich über schöne Dinge zu freuen, wird vielmehr abgewunken und oft mitunter auf andere Städte verwiesen, wo vermeintlich alles besser ist.

Diese Wesensart wird nicht nur dem Solinger nachgesagt, sondern den Bergischen insgesamt. Trotz aller Bemühungen vonseiten des Stadtmarketings oder anderer positiv eingestellter Menschen. Dabei reicht eigentlich gesunder Menschenverstand, um unvoreingenommen die Stadt und ihre Vorzüge zu erkennen.

Beispiel Wohnen: In Solingen sorgen gleich mehrere Genossenschaften dafür, dass nicht nur ausreichend, sondern auch bezahlbarer Wohnraum vorhanden ist. Der große Spar- und Bauverein beispielsweise verlangt eine durchschnittliche Miete je Quadratmeter von 5,68 Euro und liegt damit deutlich unter dem Landesschnitt. Das bekommen auch Bewohner von Großstädten mit, wo das Wohnen teuer ist und viele, insbesondere Familien, deshalb auch in Solingen nach einem neuen Quartier suchen.

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Beispiel Elektromobilität: Die Obusse der Stadtwerke, die sogenannten Stangentaxis, sind seit Jahrzehnten allgegenwärtig im Stadtgebiet. Die Stadtwerke gehen nun einen Schritt weiter und wollen zunächst mit vier Batterie-Obussen nach und nach die Flotte der Dieselbusse austauschen. Läuft alles nach Plan, könnte sich von Solingen aus eine echte Verkehrs-Revolution ihre Bahn brechen. Die neue Technik des BOB erlaubt es nämlich, die Batterien der Obusse einerseits während der Fahrt unter den Oberleitungen und andererseits in den Nachtstunden im Depot wieder vollständig aufzuladen. Unter dem Strich bedeutet das alles saubere Luft in Solingen.

Beispiel Attraktionen: Sicher gibt es im kulturellen Bereich nicht die Theater- und Konzert-Angebote wie beispielsweise in den Oberzentren Düsseldorf oder Köln. Aber man kommt dort schnell hin. Die Klingenstadt soll aber in Kürze einen Flugsimulator bekommen, den die Firma Aerotask im ehemaligen Hallenbad an der Birkerstraße installieren will. Vom "Flughafen" Birkerbad können interessierte Flieger dann regelrecht in alle Welt abheben. Wer nicht bis zum Jahresende warten will, der kann schon einmal bei der Solingen-Messe am 8./9. Juni erleben, wie so ein Flugsimulator funktioniert. Übrigens: Die Nähe zu den richtigen Großflughäfen in Köln und Düsseldorf ist auch ein positiver Aspekt und ein Pfund, mit dem die Stadt wuchern kann.

Beispiel Natur: Wo auch immer man in Solingen wohnt, man hat es nicht weit, um ins Grüne zu gelangen. Das gelingt zumeist in wenigen Minuten. Auch das ist ein Vorzug für eine große Stadt wie Solingen. Die allein schon vom Namen her wegen der Schneidwarenbranche Weltruf genießt.

(uwv)