Solingen: Die S 7 bleibt im Berufsverkehr liegen

Solingen: Die S 7 bleibt im Berufsverkehr liegen

20 Monate mussten die Pendler zwischen Remscheid und Solingen warten, bis die Strecke wieder für den Zugverkehr geöffnet und der Ersatzverkehr mit Bussen eingestellt wurde. Nur acht Tage nach der Eröffnung gab es am Montag erneut Ärger für die Berufspendler am Vormittag: Die Strecke zwischen Remscheid Hauptbahnhof und Solingen wurde für drei Stunden komplett gesperrt. Die Fahrgäste mussten erneut auf Bussen ausweichen.

Aufgrund einer technischen Störung des Zugs blieb er auf den Gleisen stehen und musste abgeschleppt werden, berichtet Peter Werz, Sprecher von Abellio. Die S 7 habe kurz vor Solingen-Scharberg gestoppt und konnte nicht mehr weiterfahren. Um 7.45 Uhr wurde die Strecke voll gesperrt. Ab etwa 8.20 Uhr lief der Ersatzverkehr mit Bussen an. Infolge der Störung ebenfalls ausgefallen oder erheblich verspätet waren die Fahrten nach Düsseldorf. Besonders ärgerlich ist das für Berufspendler, die gerade in der Zeit von sieben bis zehn Uhr auf die Züge angewiesen sind. Gegen 9.30 Uhr gab es im Zug keine Durchsage mit Informationen zum Schienenersatzverkehr und den technischen Schwierigkeiten. Auch auf der Homepage von Abellio suchten Fahrgäste vergeblich nach Hinweisen. Lediglich auf den Anzeigetafeln an den Stationen wurde auf die Situation aufmerksam gemacht. "Gegen 10.15 Uhr konnte die S 7 wieder durchgehend zwischen Solingen und Wuppertal verkehren", so Werz.

Bereits in der vergangenen Woche war es zu Störungen am selben Fahrzeug gekommen, die jeweils kurzfristig beseitigt wurden. "Da es heute erneut zu einem unerwarteten Ausfall desselben Fahrzeuges gekommen ist, werden wir es zur intensiven Störungsanalyse und nachhaltigen Störungsbeseitigung durch den Fahrzeughersteller im Rahmen seiner Gewährleistungsverpflichtung an unseren Betriebsstandort nach Hagen überführen", teilte Werz mit. Dass es auf der Strecke künftig weitere Pannen gibt, glaubt er nicht: "Wir gehen davon aus, dass sich diese Störung nicht wiederholt."

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Allerdings ist ab dem Frühjahr 2015 vermehrt mit weiteren Sperrungen auf der Strecke zu rechnen, da die Arbeiten an der Müngstener Brücke noch nicht ganz abgeschlossen sind. Außerdem kündigte Abellio an, dass es auch zu kurzzeitigen Ausfällen zwischen Wuppertal-Hauptbahnhof und Wuppertal-Oberbarmen kommen kann. Ursache ist, dass sich die Fertigstellung des Elektronischen Stellwerks Wuppertal verzögert hat.

(RP)
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