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Die Galerie SK stellt Bilder des jungen Malers Robin Weuste vor.

Ausstellung in den Güterhallen : Götter, Halbgötter und Zwischenwesen

Die Ölbilder des jungen Solinger Malers Robin Weuste zeigen Liebe und Mut zur Figuration. Sie sind inspiriert vom Welt- und Menschenbild der klassischen Antike. Die Galerie SK stellt den Maler in einer Ausstellung vor.

Es sind die großen Mythologien der klassischen Antike, die Welt der Götter, Halbgötter, der Heroen, der Zwischenwesen und der einfachen Menschen, die Robin Weuste zu seinen figürlichen Kompositionen inspirieren. Er malt in dünnflüssiger Ölfarbe entrückte und doch vertraut wirkende Momente der Zweisamkeit: intime Berührungen, stille Kontemplationen oder auch dynamische Kampfszenen zwischen Mensch und Tier. Ab morgen sind seine Bilder in der Galerie der Solinger Künstler in den Güterhallen im Südpark zu sehen.

Die dargestellten meist männlichen Personen, fast ausnahmslos Akte, befreien sich, wie Robin Weuste sagt, von den Kategorien weiblich und männlich und verweigern sich gesellschaftlichen Mustern. In einer arkadischen Vorstellung leben seine Figuren in Harmonie mit einer intakten Naturlandschaft, bei Robin Weuste oft geprägt von Wasser und Wind.

„Dies war auch ein Grund, warum ich den Titel der Ausstellung entsprechend gewählt habe. Der Titel „Between Wind and Water“ nimmt aber auch Bezug auf meine Malweise, die fluid, leicht und luftig ist,“ erklärt Robin Weuste, der sein Studium an der Kunstakademie in Düsseldorf bei Prof. Siegfried Anzinger 2019 als Meisterschüler beendet hat und nun in einem eigenen Atelier in Düsseldorf-Bilk arbeitet.

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Auch nach seiner Akademiezeit haben den gebürtigen Solinger die antiken Götter und auch die künstlerischen Vorbilder, die diesen Motivkanon in der Kunstgeschichte ebenfalls wieder aufgegriffen haben, nie losgelassen. Fast alle gezeigten Arbeiten sind in den letzten beiden Jahren entstanden und zeigen archetypische Bilder, die Kernmomente mythologischer Geschichten in ein malerisches Bild übersetzen. Aber Weuste wäre kein zeitgenössischer Maler, wenn da nicht auch gelegentlich die Ironie aufblitzt wie zum Beispiel in seinem Selbstportrait „Dream of being a mermaid / Traum eine Meerjungfrau zu sein“. Während er Oberkörper und Kopf der männlichen Gestalt in klassischer Pose präsentiert, wirken die Beine eigenartig verknotet und stimulieren die Vorstellung eines Mischwesens. Ähnlich überraschend der Titel des größten Bildformats in der Ausstellung: „I´m not a minotaur / Ich bin kein Minotauros“. Der Kopf des mythologischen Stieres ist hier nur Maske, die Verwandlung des überlebensgroßen Aktes nur Spiel, das Männlichkeitssymbol Teil der Dramaturgie.

So ungewöhnlich die antiken Themen für einen jungen Maler sind, so spannend ist es, Robin Weustes Entwicklung weiter zu verfolgen um zu sehen, wie sein an der Antike und am Klassizismus geschulter idealisierender Blick im Kontext der zunehmenden Natur-, Gesellschafts- und Umweltproblematik zukünftig reagiert.

Der Künstler sagt: „Die „Remythisierung“ meiner Umwelt ist keineswegs Flucht in Vergangenes, Schwärmerei vom Locus Amoenus. Vielmehr ist sie Bedürfnis nach Geheimnis und Intimität. Die Schönheit unseres Planeten ist immer greifbar. Wir müssen uns nur für sie empfänglich machen.“