Dickenbusch soll innerstädtischen Verkehr entlasten

Ansichtssache : Dickenbusch soll innerstädtischen Verkehr entlasten

Geplant, beschlossen und nicht umgesetzt – die beiden Kreisverkehre am Dickenbusch drehen sich im wahrsten Sinne des Wortes im Kreis – seit Jahren. Ein neuer Anlauf soll für Bewegung sorgen.

Geplant, beschlossen und nicht umgesetzt — die beiden Kreisverkehre am Dickenbusch drehen sich im wahrsten Sinne des Wortes im Kreis — seit Jahren. Ein neuer Anlauf soll für Bewegung sorgen.

Die Verkehrsführung am Dickenbusch ist ein Dauerbrenner. Schon weit mehr als zwölf Jahre ist es her, als erste Konzeptionen im Zuge auch der damals noch heftig diskutierten Westtangente im Gespräch waren. Die Westtangente sollte den innerstädtischen Verkehr entlasten. Später wurde eine "Westtangente light" ins Spiel gebracht.

Durchstich am Dickenbusch hieß es, die Linksabbiege-Möglichkeit von der Kölner Straße in die Katternberger Straße beziehungsweise Friedrichstraße wurde auch mit dem Bau des neuen Einkaufszentrums Hofgarten gefordert. Allein: Geschen ist trotz diverser politischer Kompromisslösungen nichts. Auch, weil Fördergelder des Landes nicht fließen. Die Planungen wurden immer wieder auf Eis gelegt, was den einen oder anderen politischen Zeitgenossen durchaus recht war. Denn Stillstand war und ist für jene, die straßenpolitischen Neuerungen eher ablehnend gegenüberstehen, ein Fortschritt.

Die Idee eines doppelten Kreisverkehrs am Dickenbusch brachte neue Bewegung in die verkehrspolitische Debatte. Die beiden Kreisverkehre sollen wenigstens ein bisschen dafür sorgen, dass der innerstädtische Verkehr rund um den Hofgarten ein wenig Entlastung erfährt. Der Verkehr sollte zwar schon zur Eröffnung des Einkaufszentrums im Herbst 2013 neu rollen. Doch die damalige sogenannte Gestaltungsmehrheit unter Führung der SPD legte sich quer mit dem Hinweis, erst einmal sehen, wie sich die Verkehrsströme in der City entwickeln.

Erforderliche Investitionskosten wurden im Rahmen der damaligen Haushaltsberatungen zunächst auf das Jahr 2015 verschoben. Dass unter diesen Voraussetzungen keine Fördermittel beantragt werden können, musste ebenfalls jedem klar sein. Zumal die Fördertöpfe des Landes für städtische Straßenbauprojekte ohnehin nicht üppig gefüllt waren.

Geplant, beschlossen und nicht umgesetzt - das Straßenbauprojekt Dickenbusch, das nach langem Hin und Her und zum Teil hitzigen Diskussionen auf Vorschlag der CDU schließlich in einem doppelten Kreisverkehr mündete, fand aber auch bei der Düsseldorfer Bezirksregierung keine Zustimmung. Denn die Kreisverkehre würden zwar eine verkehrstechnische Verbesserung darstellen, nicht aber eine grundhafte Erneuerung der Straße. Letzteres musste aber vorliegen, um an Fördergelder zu gelangen.

Die neue Landesregierung hat nun aber offenbar die Richtlinien zur Förderung für kommunale Straßen geändert. Danach sollen auch Gelder für Projekte beantragt werden können, die eine "verkehrstechnische Verbesserung" zum Ziel haben. Das trifft auf den Dickenbusch zu. Ein neuer Anlauf könnte somit zu den beiden Kreisverkehren führen - wenn sich denn die Politik einig ist und sich nicht weiter im Kreis drehen will.

(RP)
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