Deutsche Bahn zufrieden mit der S-Bahn 1

Erste Bilanz nach dem Fahrplanwechsel : Deutsche Bahn zufrieden mit der S1

Nach den Taktänderungen und der kurzfristigen Fortführung des Betriebs der S-Bahn-Linie S 1 im Dezember zieht die Deutsche Bahn ein positives Zwischenfazit.

„Es hat zwar Anfangsschwierigkeiten gegeben“, sagt ein Bahnsprecher, „aber wir fahren stabil.“ Zwischen Duisburg und Essen verkehrt die Bahn seit dem Fahrplanwechsel im 30-Minuten-Takt, im restlichen Abschnitt bis Dortmund gar im Viertelstundentakt. Zwischen Duisburg und Solingen ist an Wochentagen die S1 tagsüber weiterhin alle 20 Minuten unterwegs.

Die Fahrzeuge im grün-weißen Design gehören dem Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR). 48 Fahrzeuge, die auf den Linien der S1 und S4 verkehren sollten, hat der VRR damals gekauft. Betreiber hatte ab Dezember  ursprünglich das private Unternehmen Keolis werden sollen. Doch daraus wurde nichts: Keolis konnte die geforderten Planstellen nicht besetzen. Der VRR kündigte daraufhin den Vetrag mit dem Eurobahn-Betreiber. Die Deutsche Bahn sprang kurzfristig ein, um einen zuverlässigen Bahnverkehr zu gewährleisten. Die DB Regio bleibt also erstmal bis mindestens Dezember 2021 für den Betrieb der Linie verantwortlich.

Auch die Pendler scheinen mit der S1 zufriedener als in der Vergangenheit zu sein. Eine Pendlerin, die ihren Namen nicht nennen will, fährt dreimal die Woche von Düsseldorf nach Solingen. „Mit der Verbindung habe ich eher weniger Probleme“, sagt sie. Es gebe zwar einzelne Verspätungen, aber insgesamt halte es sich im Rahmen.

Ab und zu kommt es trotzdem vor, dass die S1 bei hohen Verspätungen nur bis Hilden fährt und dort wieder umkehrt. Pendler müssen dann auf den nächsten Zug warten. „Was mich stört ist, dass bei Ausfällen nie über den Grund oder oft sehr spät informiert wird“, sagt die Frau.

Im Minutenbereich gebe es noch einzelne Verspätungen, sagt der Bahnsprecher. Aber insgesamt sei es jetzt besser als in der Anfangsphase. „Wir sind auf einem guten Weg“. Verspätungen gebe laut Bahnsprecher vor allem in Essen. Dort befindet sich ein großer Knotenpunkt, wo sich viele verschiedene Züge kreuzen. Das führe häufiger zu Verzögerungen, sagt der Bahnsprecher. Dort sei man aber im Gespräch und hoffe auf eine Verbesserung der Situation.