Solingen: Der Stau im Nadelöhr zur Autobahn 3

Solingen : Der Stau im Nadelöhr zur Autobahn 3

Eine mobile Ampel wurde inzwischen installiert, doch die Lage rund um die A 3-Anschlussstelle Solingen / Langenfeld entspannt sich trotzdem nur ganz langsam.

Der Porschefahrer beißt gleich ins Lenkrad. Zu langsam rollt ihm die Blechlawine weiter. Alles, was zur Autobahn 3 oder von dieser nach Langenfeld / Monheim oder Solingen will, muss über die Bergische Landstraße. Denn die Anschlussstelle Wiescheid ist (wie berichtet) wegen Umbaus seit Freitag komplett gesperrt. Das hat kilometerweit Auswirkungen.

Im Gegensatz zum Beginn der Woche hat sich die Lage etwas entspannt, wenn auch nur wenig. Das liegt auch daran, dass jetzt an der Kreuzung Hardt / Bergische Landstraße eine Baustellenampel aufgestellt wurde, die das Abbiegen an dieser Stelle regelt. "Vorher mit der Festampel war es schwierig", sagt Dietmar Giesen vom Landesbetrieb Straßen NRW. Da kamen immer nur vereinzelt Autos dazu, links Richtung Leichlingen beziehungsweise Opladen abzubiegen. Giesen und seine Mitarbeiter können nicht "mir nichts dir nichts" Schilder oder Ampeln aufstellen

"Das muss alles beantragt werden." Giesen ist zuversichtlich, dass die Staus mit jedem Tag kürzer werden. "Nach ein paar Tagen stellt sich nach aller Erfahrung Normalität ein", sagt der Baustellen-Projektleiter. Auch, weil die Autofahrer sich dann Schleichwege gesucht hätten, etwa über die Gladbacher Straße. "Verkehr fließt wie Wasser", meint auch Wolfgang Honskamp, Verkehrsamtschef im Langenfelder Rathaus. Die Autofahrer fänden bei Hindernissen in der Regel passable Ausweichstrecken zum Ziel.

Versäumt wurde bisher das Abdecken oder Demontieren eines Schildes, das auf der Straße Hardt Richtung A 3 zwischen Kreisverkehr und Kreuzung Schneider-/Bergische Landstraße steht: Da wird die Richtung zur A 3 nach wie vor mit geradeaus angegeben. Erst danach erscheint ein wesentlich kleineres zusätzliches Schild, das auf die Umleitung über die A 542 hinweist.

Die Komplettsperrung dauert laut Plan bis Anfang September. Bis dahin werden zusätzliche Abbiegespuren auf der Hardt/B 229 gebaut. Von September bis zur geplanten Fertigstellung im Dezember ist wieder eine Teilsperrung vorgesehen. Umgeleitet wird über das Kreuz Langenfeld, die A 542 (Anschlussstelle Immigrath) und die Bergische Landstraße. Ziel ist es, die Hardt an dieser Stelle (rund 18 000 Pkw-Einheiten täglich) leistungsfähiger zu machen und besonders den Stau auf der Wiescheider/Solinger Seite zu verkürzen. Die Umbaukosten belaufen sich auf rund zwei Millionen Euro.

(RP)
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